Arendsee l Nicht nur bei der Parkordnung Am Birkenhain und am Birkenweg in Arendsee soll es Veränderungen geben. Während ihres Ortsrundganges begutachteten die Mitglieder des Arendseer Sicherheits-, Ordnungs- und Brandschutzausschusses auch die neue Treppenanlage am Ende des Parkwegs.

„Die Stufenabsätze sind ziemlich hoch“, stellte Ausschussvorsitzender Hans-Joachim Hinze fest und ging damit auf die unterwegs laut gewordenen Anwohnerkritiken ein. Seit ihrer Fertigstellung Anfang des Jahres hatte es nicht an kritischen Worten gemangelt: Die Höhe der Stufen, die Unbefahrbarkeit für Rollstuhlfahrer, die Hürden für Rollatornutzer und Mütter mit Kinderwagen sowie eine fehlende Spur für Fahrradfahrer waren die Knackpunkte. Überhaupt fehle die Barrierefreiheit, hieß es.

Aus dem Bauamt waren die Kritiken lapidar mit dem Hinweis abgewiesen worden, die Baumaßnahme wäre mit behindertengerechter Ausführung wesentlich teurer geworden, die Anwohner hätten das deshalb ohnehin nicht gewollt. Die Anlage ersetzte die bereits seit Jahrzehnten bestehende, die den Parkweg zur Sackgasse machte. Das sollte auch mit der Straßensanierung so bleiben.

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Finger in die Wunde

Jetzt legten die neu gewählten Ausschussmitglieder den Finger in die „Wunde“ und legten fest: Da muss sich dringend etwas ändern. Aber bevor es ans Einbauen von Abschrägungen und das Anbringen eines Handlaufes geht, sollen Fachleute zu Wort kommen. „Wir sollten das Urteil von Vertretern des Behindertenverbandes einholen und uns erst dann für Maßnahmen entscheiden“, empfahl Hauptamtsleiter An- dreas Koch.

Weitere Änderungen legten die Ausschussmitglieder auch zur Parkordnung Am Birkenhain fest: So sollen dort vorm Ärztehaus die Autos zukünftig parallel zur Fahrbahn parken und den Gehweg nicht mehr versperren. Am Birkenweg soll das Parken generell untersagt bleiben, damit die Versickerungsmulden nicht verdichtet werden. Die angestrebte Einbahnstraßenregelung ist vom Tisch, auch auf Empfehlung der Polizei. Es gebe genügend Ausweichmöglichkeiten auch bei Gegenverkehr, hieß es.

Nur mit „Passierschein“

Drastische Maßnahmen sollen an der Zuwegung zur „Wanderrast“ von der L 5 aus ergriffen werden: Gäste dürfen bald nicht mehr im Wald am Straßenrand parken, bevor sie den Fußweg zur Gaststätte am Seeufer nehmen. „Die Waldbrandgefahr ist zu groß“, nannte Annette Wolter vom Ordnungsamt einen Grund.

Gäste könnten die Parkplätze an der Mutter-Kind-Kurklinik oder am Schramper Eck nutzen. Darüber soll nun mit dem Gastwirtspaar eine Abstimmung erfolgen.

Und am Schramper Eck soll das wilde Parken auch ein Ende haben: Weil dort sogar Rettungs- und Feuerwehrzufahrt zugeparkt worden waren, soll stärker kontrolliert werden. Anlieger und Mitglieder des Arendseer Regattavereins sollen mit Sondergenehmigungen in Form von „Passierscheinen“ ausgestattet werden.