Salzwedel l Das Thema ist nicht neu, sondern ist bereits mehrfach besprochen worden. Doch passiert ist bislang nichts, Entscheidungen wurden noch nicht getroffen. Das könnte sich allerdings bald ändern. Der Salzwedeler Thomas Wnuck stellte in der Sitzung des Ausschusses für Marketing, Tourismus und Kultur am Dienstagabend erneut seinen Plan vor, Am Chüdenwall einen Stellplatz für Wohnmobile zu errichten. Damit soll Touristen die Möglichkeit geboten werden, an der Jeetze in der Nähe zur Innenstadt übernachten zu können.

Maximal zwölf Stellplätze

Wnuck hatte inzwischen einen Planer beauftragt und legte dem Gremium einen Plan vor, wie das Projekt aussehen könnte. Der Entwurf sieht neun Stellplätze vor, „aber es könnten bis zu maximal zwölf angelegt werden“, sagte Wnuck auf Anfrage der Volksstimme. Der Standort sei ideal, nur müssten die zuständigen Gremien eine grundsätzliche Entscheidung treffen, ob das Areal von einer öffentlichen in eine private Fläche umgewandelt werden soll und damit als Standort festgelegt wird. Dafür konnte sich das Gremium unter Vorsitz Frank Wüstemanns allerdings nicht erwärmen. Vielmehr soll das Thema noch einmal in den Fraktionen und dann erneut im Ausschuss besprochen werden. Der Zeitpunkt für das Projekt sei aus finanzieller Sicht zwar ungünstig, aber Norbert Block (SPD) will das Vorhaben trotzdem unterstützen. Er lobte wie Frank Wüstemann Wnucks Engagement, der auch in finanzielle Vorleistung gegangen sei.

Keine Kosten für die Stadt

Auch Bürgermeisterin Sabine Blümel sprach sich am Dienstag für den Standort Am Chüdenwall aus. Sie machte aber zugleich deutlich, dass der Stadt Salzwedel durch den Bau keine Kosten entstehen dürften. Sie strebe deshalb einen Betreiber- und Pachtvertrag an.

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Damit hat Thomas Wnuck keine Probleme, der das Investitionsvolumen für das Projekt auf rund 60 000 Euro bezifferte. Er ist überzeugt davon, dass die Hansestadt Wohnmobilstellplätze benötigt. Im Zeitraum von Juli bis Dezember hatte Wnuck rund 300 Wohnmobile gezählt, die am Freibad gestanden hätten. „Da ist durchaus noch Luft nach oben“, sagte der Fachanwalt für Arbeitsrecht. Und: „Salzwedel braucht einen Wohnmobilstellplatz.“

Die Fläche am Freibad bezeichnete Wnuck als zu klein, sie biete lediglich Platz für drei Fahrzeuge. Auch die Rangierfläche reiche für die Wohnmobile nicht aus. Deshalb sollten die Stellplätze mit Stromsäulen sowie Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser und Abwasser Am Chüdenwall entstehen.

Einen großen wirtschaftslichen Erfolg verspricht sich Thomas Wnuck von dem Vorhaben nicht. „Es ist ein Non-Profit-Geschäft. Wohnmobilstellplätze schreiben bestenfalls eine schwarze Null“, sagte er gegenüber der Volksstimme. Er setze sich aber weiter für das Projekt ein, „weil ich denke, dass es gut für Salzwedel ist“.

Wnuck hofft, dass noch vor dem Sommer der Stadtrat der Hansestadt eine Grundsatzentscheidung zum Standort Am Chüdenwall treffen wird. Und wenn dann alles gut läuft, könnten die ersten Erdarbeiten und das Verlegen von Leitungen (unter anderem Strom) noch im Herbst diesen Jahres beginnen.