Salzwedel l Schon 2016 hatte die Stadt der Eintracht einen Vertrag zur Nutzung des Sportplatzes angeboten, teilt Stadtsprecher Andreas Köhler auf Anfrage der Volksstimme mit. Dieser sei längerfristig angelegt gewesen. „Er ist damals von Seiten des Vereins nicht zustande gekommen“, informiert er.

Die Bereitschaft zu einem derartigen Vertrag sei auf Seiten der Hansestadt seither ungebrochen, fügt er hinzu. Nach Volksstimme-Informationen sollen die Bedingungen in dem Papier von 2016 für den Sportverein nicht annehmbar gewesen sein.

In diesem Jahr ist das Thema, dessen Umsetzung von der Eintracht schon seit langem angestrebt wird, wieder aufs Tapet gekommen. „Wir sind dazu mit der Stadt im Gespräch und haben uns geeinigt“, sagt Eintracht-Vorsitzende Katrin Pfannenschmidt auf Nachfrage. Hintergrund ist eine konkrete Möglichkeit, vom Landessportbund (LSB) Fördergeld für eine neue Beregnungsanlage zu erhalten. Um einen Antrag stellen zu können, muss der Verein allerdings eine längerfristige Nutzungsvereinbarung, sprich einen Pachtvertrag über mindestens 15 Jahre, vorweisen können, erklärt Peter Böse vom Kreissportbund (KSB). Dieser hätte des Vorhaben der Salzwedeler für eine Aufnahme in das Sonderprogramm des LSB befürwortet, so Böse.

Das wird für dieses Jahr nicht mehr klappen. Denn die Anträge hätten bis Freitag eingereicht sein müssen. „Am Montag bringe ich sie nach Magdeburg“, erzählt er.

Enge Abstimmung

Die Vereinsvorsitzende sieht das Ganze dennoch positiv. „Wir sind in enger Abstimmung mit der Stadt“, sagt Pfannenschmidt. Der Abschluss des Vertrages hänge nur noch an Formalien, die halt ihre Zeit bräuchten, zeigt sie Verständnis. Die Vereinsspitze hofft, dass im nächsten Jahr ein neues Programm für die Sportstätten vom Land aufgelegt wird. Dann will die Vereinschefin einen neuen Antrag auf den Weg bringen. Dass der größte Sportverein im Altmarkkreis Fördermittel für das Stadion an der Flora akquiriert, sei ja auch im Sinne der Stadt, betont sie.

Über die Inhalte des neuen Pachtvertrags will die Verwaltung nichts preisgeben. Darüber werde grundsätzlich mit den entsprechenden Parteien verhandelt und nicht öffentlich gesprochen, betont Köhler.

Noch Karten für Ball

Momentan bereiten sich die Eintracht-Mitglieder auf die große Geburtstagsparty ihres Vereins vor, der in diesem Jahr 110 Jahre alt wird. Am Sonnabend, 7. September, steigt im Kulturhaus der Sportlerball. Einige Restkarten sind noch bis nächsten Freitag, 30. August, bei Büro und Druck Schulz, Große St. Ilsenstraße 14, zu haben. Kommen kann jeder, der Lust hat, mit den Sportlern zu feiern.

„Das wird richtig schick“, sagt die Vereinsvoritzende, die sich schon auf die Veranstaltung freut. Beginn ist an dem Abend um 18.45 Uhr. Zum Programm gehören ein Essen, Musik, eine Showeinlage und eine Tombola. Zudem werden verdiente Mitglieder geehrt, kündigt sie an.