Salzwedel l Dass Folklore gar nichts Angestaubtes an sich hat und auch jungen Leuten viel Spaß machen kann, war am Wochenende im Salzwedeler Burggarten zu spüren. Nach der sehr gelungenen Premiere zum 40. Geburtstag der Gruppe Fitschebeen 2017, legten die Organisatoren jetzt noch eine Schippe drauf. An zwei Tagen ging es auf der Bühne rund und das im wahrsten Sinn des Wortes. Die Stimmung war super, denn die Gruppen aus Tschechien, Slowenien, Russland, China und Mexiko warteten fast alle mit selbst gemachter Musik auf. Die flotten landestypischen Rhythmen regten das Publikum zum Mitwippen und -klatschen an. Mit den Arneburger Blasmusikanten und der Stendaler Band Schwarzbrand waren auch altmärkische Musiker vertreten.

Trotz der Hitze hatten sich an beiden Tagen einige hundert Leute eingefunden. Es gab nicht nur Folkore, sowohl Fitschebeen als auch Nachwuchstänzer der Tanzschule Müller zeigten auch Swing oder Hip-Hop. Am Sonnabend war dann bis die Nacht Party mit Nowbody Knows angesagt.

Exotisches Flair

Exotisches Flair verbreiteten an beiden Tagen die Tänzerinnen von KEAD aus China, genau wie Tierras Mexicanas aus Mexiko stellten sie in unterschiedlichen Kostümen Tänze und Musik aus verschiedenen Regionen ihres Heimatlandes vor.

Bilder

Aus Pskow in Russland kam die Gruppe Skaz. Ihre Heimatstadt ist Ende Juni Gastgeber des Internationalen Hansetages. Dann gibt es ein Wiedersehen mit Salzwedelern. Die Hansestadt wird eine Abordnung in die russische Stadt entsenden, wie Bürgermeisterin Sabine Blümel erzählte. Sie hatte Thomas Ansgar Müller bei der Eröffnung an ihrer Seite. Der Organisator nutzte die Gelegenheit, sich öffentlich bei der Stadt zu bedanken, die das Fest finanziell und materiell unterstützt. Das sei nicht selbstverständlich. So wurde beispielsweise der Burggarten für die Veranstaltung hergerichtet.

35 Mitstreiter

Einen finanziellen Zuschuss gab es zudem vom Kreis und von vielen Sponsoren, ohne die das Fest nicht möglich geworden wäre. Und auch nicht ohne die fleißigen Helfer. Rund 35 Mitstreiter hatten sich in die Vorbereitung und den Ablauf eingebracht. Neben der Organisation galt es, sich um die weit angereisten Tänzer zu kümmern.

Am Sonntagnachmittag, nach dem großen Abschiedsbild mit allen Tänzern auf der Bühne, als es hieß „Time to say goodbye“, fiel die Anspannung vom Organisationsteam ab, und alle freuten sich über das gelungene Fest. „Ich bin zufrieden“, zog Müller ein erstes Resümee.