Arendsee l Die Arendseer Stadtverwaltung wagte einen Vorstoß beim Kreis. Dort werde die Notwendigkeit aber nicht gesehen. Das Thema wird nach der Absage aus Salzwedel nicht sofort zu den Akten gelegten. Arendsees Bürgermeister kündigte auf Nachfrage an, über die Blitzer an der B190 bei der nächsten Runde mit den Ortsbürgermeistern sprechen zu wollen. Aus Richtung der Kommunalpolitik kam der Wunsch, Kraftfahrern, die die erlaubten Geschwindigkeiten halten, mehr als bislang entgegen zu setzen.

Das Ziel: Mehr Sicherheit und Ruhe

Die Gefahren sollen minimiert und die Ruhe innerhalb der Dörfer möglichst erhöht werden. Diese Forderung wurde beispielsweise in Leppin aufgemacht. Ortsbürgemeister Otto Benecke hatte während eines Gespräches mit der Volksstimme auf die Notwendigkeit, reagieren zu müssen, aufmerksam gemacht.

Ähnliche Bedenken in Sachen Raser haben auch Bewohner anderer Dörfer. Und zwar besonders dann, wenn die Bundesstraße 190 durch den Ort verläuft. In der Einheitsgemeinde Arendsee trifft dies auf Ritzleben, Binde, Kläden und Leppin zu. Norman Klebe informierte im Juni: Die Stadtverwaltung hatte ein Schreiben an den Altmarkkreis Salzwedel verschickt. Denn dieser müsste sich um das Thema kümmern und die Installation solcher Geräte auf den Weg bringen.

Keine dauerhafte Kontrolle

In dem Brief aus dem Luftkurort wird der Wunsch nach Blitzern in den vier Orten deutlich. Nun gab es eine Antwort, die für Ernüchterung sorgt. Der Kreis hat nicht vor, Blitzer installieren zu lassen. Die Entscheidung gelte für Ritzleben, Binde, Kläden und Lepppin gleichermaßen. Laut Bürgermeister Norman Klebe wird in Salzwedel die Notwendigkeit nicht gesehen. Es werde stattdessen auf die Möglichkeit von Blitzaktionen verwiesen. So postieren sich Polizisten immer mal wieder an der Bundesstraße 190 für ein paar Stunden. Und zwar mit mobilen Geräten. Eine dauerhafte Kontrolle werde es in naher Zukunft nicht geben.

Genau darauf zielte die Initiative aus der Einheitsgemeinde Arendsee ab. Für ein Vorbild dafür muss nur ein paar Kilometer weiter in den Landkreis Stendal geschaut werden. Im Osterburger Ortsteil Erxleben an der Bundesstraße 189 gibt es fest installierte Blitzer. Ein weiteres Argument, auf diese Art der Kontrolle im Bereich Arendsee zu verzichten: Kraftfahrer würden vor dem Blitzer abbremsen und danach wieder beschleunigen. Diese könnte den Lärm in den Orten eher erhöhen.

Bauliche Versuche unternommen

Was bauliche Veränderungen angeht, wurde in der Vergangenheit einiges versucht, um Geschwindigkeiten zu reduzieren und die Sicherheit vor Ort zu erhöhen. Dazu zählt eine Grünfläche am Dorfeingang von Leppin, aus Richtung Kläden kommend. Dort müssen Kraftfahrer abbremsen, da die Fahrbahn einen Schlenker macht. In Kläden wurden vor einigen Wochen Fußgängerampeln in Betrieb genommen. Vorher gab es dort nur einen Zebrastreifen.