Salzwedel l „Mich bitte jetzt nicht fotografieren“, sagt Nadine Freise aus Salzwedel. Die Jumping-Trainerin ist gerade von der Bühne gekommen, hat 45 Minuten lang auf dem Trampolin „vorgeturnt“. Da wird die Luft knapp und der Kopf rot. Also erstmal der Griff zum Handtuch und zur Wasserflasche. Ein Lächeln huscht dennoch über ihr Gesicht: Denn sie freut sich darüber, dass das Jumpingevent, zu dem sie mit fünf weiteren Trainerinnen eingeladen hat, so gut angenommen wird. 99 Trampoline füllen den Raum – und für jedes hat sich ein „Mieter“ für diesen Benefizabend gefunden. Denn der Erlös – sie rechnet mit einer vierstelligen Summe – wollen die Initiatoren der Schule unterm Regenbogen und der Ganztags-Gemeinschaftsschule G. E. Lessing in Salzwedel spenden. Das sei einfach nur super, wie diese Idee angenommen worden sei.

„Wenn das Interesse weiter so groß ist, dann könnten wir die Veranstaltung künftig einmal im Jahr machen, sozusagen als ,vorweihnachtliches Abspecken‘“, denkt Nadine Freise laut nach.

Nach einer kurzen Pause wird es wieder laut im großen Raum des Freizeitcenters. Hüpfen ist ebenso angesagt wie Gleichgewichtsübungen, Bewegungen für Arme und Kopf, aber auch für den Po. Sogar für Liegestütze ist das Trampolin geeignet. Kinder, Frauen und einige wenige Männer geben ihr bestes. „Das ist eine Sportart, die gelenkschonend, aber auch schweißtreibend ist“, beschreibt Nadine Freise.

„Ich habe Spaß am Jumping, möchte meine Trainerin mit der Teilnahme unterstützen. Mir gefällt, dass man so sportlich unter Leuten sein kann“, sagt Elfi Rollert aus Salzwedel in einer kurzen Trinkpause. „Die Bewegung ist für einen guten Zweck, das finde ich prima. Und dass so viele mit dabei sind, freut mich“, schildert Doreen Werner aus Salzwedel. Kevin Gutsche aus Mahlsdorf hat diesen Sport für sich entdeckt, betreibt ihn oft drei- bis viermal pro Woche. Warum er bei dem Event dabei ist? „Meine alte Schule, die Lessing-Schule, profitiert davon. Das wollte ich unterstützen“, beschreibt er.

„Ich liebe die Bewegung zu Musik auf dem Trampolin ohne Ende, bin schon seit drei Jahren dabei“, erzählt Birgit aus Salzwedel. Alle Muskeln würden bewegt. Und es gebe trotzdem keinen Muskelkater, schildert sie ihre Erfahrung. „Es macht unglaublichen Spaß in der Gruppe“, fügt sie hinzu.

Für Katharina Schuhl aus Lüchow dagegen ist es die erste Erfahrung auf dem kleinen Trampolin. Sie mache sonst Zumba. „Da gibt es auch Zumba-Fitness, also auch Bewegung zu flotter Musik. Aber das auf dem Fußboden“, berichtet die junge Frau. Für sie sei Jumping durchaus eine Sportart, die sie weiter ausprobieren wolle.