Seeben l „Das ist eine Frechheit, was hier alles abgelagert wird“: Seebenaus Ortsbürgermeister Frank Ludwig weist auf den Osterfeuerplatz hinter der Seebener Mühle. Ein Haufen mit Resten aus den Vorjahren ist aufgetürmt, darin Stacheldraht, Ton und vieles mehr.

„Hier wurden sogar schon Fenster inklusive Glas und alte Schweinestalltüren abgelagert, alles schön abgedeckt, sodass wir es erst beim Umschichten bemerkt haben“, fügt Einwohner Jürgen Zielinski nachdenklich hinzu. „Dies wegzufahren, das kostet richtig Geld, einige tausend Euro, da es als Sondermüll angesehen wird“, fügt er hinzu.

Grünschnitt gehört auf die Deponie

Was er ebenso wie Ortswehrleiter Matthias Zielinski nicht verstehen kann, ist, dass es sich manche Leute ziemlich einfach machen. Denn Tannenzweige, abgeschnittene Äste vom Kirschlorbeer oder Rhododendron würden einfach nicht ins Osterfeuer gehören. Auch Sägespäne, das Holz von Fensterrahmen oder zusammengefegtes Laub hätten hier nichts zu suchen. Dieser Grün- und Baumschnitt werde in der Deponie Cheine angenommen. „Und das sogar kostenlos“, fügt Frank Ludwig hinzu. Ortswehrleiter und -bürgermeister appellieren an diejenigen, die Material angefahren haben, dieses abzuholen und zur Deponie zu fahren. Denn im Osterfeuer dürften nur Obstbaumschnitt und Holzreste aus der Waldaufarbeitung verbrannt werden.

Wie künftig gegen den Müll vorgegangen werden kann, ist noch nicht entschieden. Das Areal ist von allen Seiten offen, sagt Frank Ludwig. Die Stadt habe im Haushalt kein Geld für eine Umzäunung eingeplant. Nachgedacht werde zudem über eine zeitlich begrenzte Annahme von Holz für das Osterfeuer.