Verkehr

Waches Auge auf die Burgstraße

Die Fußgängerzone Burgstraße in Salzwedel wird immer häufiger auch als Durchgangsstraße genutzt.

Von Arno Zähringer

Salzwedel l Für Andreas Köhler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Hansestadt Salzwedel, ist die Lage eindeutig: Die Burgstraße ist eine Fußgängerzone, in der nicht mit dem Auto gefahren werden darf. Lediglich zu gewissen Zeiten, in der Regel zwischen 7 und 11 Uhr, haben Lieferanten die Möglichkeit, ihre Waren zu den jeweiligen Einzelhändlern zu bringen.

Für diesen Zweck haben die in der Burgstraße ansässigen Geschäfte jeweils einen Schlüssel bekommen, mit dem sie die Poller, die sich an den beiden Eingängen der Burgstraße befinden, entfernen können. Die sollten aber nach der Anlieferung wieder aufgestellt werden. „Doch das hat schon besser funktioniert“, sagte Jost Fischer, Vorsitzender des Verkehrsausschusses und der Salzwedeler Werbegemeinschaft.

Das Verhalten sei wieder schlechter geworden, berichtet Fischer. Er würde sich wünschen, dass nach der Warenanlieferung die Poller wieder aufgestellt werden. Schließlich böten manche Einzelhändler ihre Waren vor dem Geschäft an. Auch mit den Markisen habe es in der Vergangenheit immer wieder einmal Probleme gegeben. Fischer regt an, für die Poller Sicherheitsschlüssel zu verwenden, die nicht jeder nachmachen lassen kann. „Der Aufwand, den man dafür betreiben müsste, dürfte recht überschaubar sein.“ Schließlich funktioniere das System in anderen Städten ja auch. Ansonsten hofft Fischer auf die Einsicht der Geschäftsleute, wenngleich er einschränkt: „Man kann an die Beteiligten nur appellieren.“

Dass sich etwas ändern muss, das sagt auch Andreas Köhler. So wie es jetzt laufe, das „kann nicht Sinn und Zweck der Sache sein“. Die Politessen würden Autofahrer, die die Burgstraße nutzen, zwar ansprechen, aber sie könnten nicht den ganzen Tag die Angelegenheit überwachen. Auf jeden Fall wird in Zukunft das Ordnungsamt der Stadt ein waches Auge auf die Burgstraße haben.