Arendsee l So mancher hat schon nicht mehr daran geglaubt, aber nun ist er Realität: Der Waldheim-Abriss am Arendsee ist in vollem Gange. Ein Schandfleck verschwindet. Die beiden Waldheim-Investoren Matthias Pawlas und Dirk Stehr haben die Arbeiten einem Salzwedeler Unternehmen in Auftrag gegeben, das nun seit Wochen am Werk ist. Auftakt war am 14. Oktober ein symbolischer erster Spatenstich.

Seitdem rotieren die Arbeiter und dröhnen die Motoren von Sägen und Baggern auf dem Waldheimgelände. Und auch die Gerüchteküche schweigt nicht: Besorgte Bürger wandten sich an die Volksstimme, weil ihrer Meinung nach zu viele Bäume sinnlos abgeholzt würden.

„Das ist nicht so: Es mussten morsche und im Wege stehende Gehölze gefällt werden“, erklärte Arendsees Bürgermeister Norman Klebe nach Rücksprache mit dem Investor. Das sei notwendig im Zuge der Baufeldberäumung und um an die abzureißenden Gebäude mit schwerer Technik heranzukommen. Für die gefällten Bäume werde Ersatz als Ausgleich gepflanzt, wie auch der Vorarbeiter vor Ort bestätigte.

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Holzmanschetten zum Schutz

Besonders alte und große Bäume dagegen bleiben erhalten wie einige Eichen, Kiefern und Birken. Sie tragen zum Schutz Holzmanschetten.

Das Heizhaus ist bereits abgerissen, von den Einfamilienhäusern wurden die Fassaden entfernt und sämtliche Asbestanteile entsorgt. Zur Trennung des Bauschutts stehen gesonderte Container bereit.

Eigentums- und Ferienwohnungen

Nächster Schritt ist der Abriss des Stahlhelmheims, mit dem die Waldheim-Ära 1928 begann. Dann erst kommen die Maschinen an den Plattenbau heran, der zu DDR-Zeiten als Bettenhaus entstand.

Nächster Schritt zum zukünftigen Waldheim-Resort mit Hotel- und Wohncharakter ist die Errichtung des ersten Wohnhauses mit Eigentums- und Ferienwohnungen.