Fleetmark/Sanne (hz) l Sie stehen das ganze Jahr über auf einigen Feldwegen am Windpark zwischen Fleetmark und Sanne - in den vergangenen Tagen waren die Warnhinweise aktuell. „Vorsicht! Eisfall“ ist darauf zu lesen. Die Windenergieanlagen erzeugen auch in Winterphasen mit frostigen Temperaturen bei entsprechendem Wind Strom. Auf den Rotorblättern können sich Eisschichten bilden. Allerdings: Nicht nur Temperaturen um oder unter dem Gefrierpunkt spielen eine Rolle. Auch hohe Luftfeuchtigkeit oder Nebel erhöhen das Risiko. Wenn dann eine Anlage anläuft, können sich Eisstücke lösen und durch die Luft fliegen. Sie werden zu gefährlichen Wurfgeschossen.

Spaziergänger werden vor Gefahren gewarnt

Dies ist der Hintergrund für die aufgestellten Schilder. Insbesondere Spaziergänger, die auf den Feldwegen in der Nähe der Anlagen zwischen Fleetmark sowie Sanne unterwegs sind, sollen vorsichtig sein. Windräder stehen zudem im angrenzenden Kerkauer Bereich und nahe Höwisch. Wissenschaftler haben ermittelt: Es handelt sich in der Regel um dünne, blattartige Eisstücke. Schwere Eisbrocken sind bei diesem Effekt selten dabei.

Windpark soll modernisiert werden

Unabhängig von der Gefahr des Eisfalls, der sich mit dem Tauwetter in Luft auflösen wird, gibt es für den Windpark Fleetmark schon länger Pläne, diesen zu modernisieren. Der aktuelle Stand: Acht neue Anlagen mit einer Höhe von jeweils 245 Metern sollen entstehen. Dafür werden zehn alte Konstruktionen abgebaut, so das Ziel des Betreibers. Kommunalpolitisch ist dieses Vorhaben auch weiterhin ein Thema. Die Öffentlichkeit soll ebenfalls die Gelegenheit bekommen, sich die aktuellen Pläne mit den Standorten anzuschauen. Ein Termin dafür wurde allerdings bislang noch nicht veröffentlicht.