Jahreshauptversammlung: Mitglieder wählten neue Führungsriege

Zuschuss sinkt: Urania kämpft gegen Defizit

Von Anke Pelczarski

Der Verein Urania Salzwedel geht mit einem neuen Vorstand in ein schwieriges Jahr. Nachdem der Etat im Vorjahr aufgrund der Verringerung der Landesmittel bereits ein Minus von 3100 Euro aufwies, werden in diesem Jahr erneut 3280 Euro weniger an Förderung in die Kasse fließen.

Salzwedel l "Die Urania hat viel Schönes zu bieten. Sie will Freude an der Naturerkenntnis wecken, aber auch Wissen vermitteln", sagte Detlef Rademeier, Geschäftsführer des Landesverbandes der Urania, am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung im "Eisen-Carl". Allerdings werde die Arbeit immer schwieriger. Hätte vor einigen Jahren der Landeszuschuss für die Erwachsenenbildung noch sechs Millionen Euro betragen, so sei dieser heute auf 3,6 Millionen Euro geschrumpft. "Wir hatten am Donnerstag ein Gespräch mit unserem Kultusminister. Er möchte Studienreisen, Koch- und Yogakurse auf den Prüfstand stellen", berichtete der Gast. Sein Fazit nach dem Gespräch: "Der zu verteilenden Kuchen wird nicht größer. Deshalb müssen erst einige sterben." Er forderte die Mitglieder auf, eine Lobby für die Urania in der Region zu entwickeln und um die Erwachsenenbildung zu kämpfen.

Zuvor hatte auch die Vorsitzende Ute Lippstreu auf die finanzielle Situation verwiesen, die im Vorjahr problematisch gewesen sei. Erstmals sei der Haushalt mit einem Defizit abgeschlossen worden. "Es fehlen Einnahmen aus der beruflichen Bildung, die nahezu zum Erliegen gekommen ist", schilderte sie. Zudem sei der Kauf eines neuen Kopierers notwendig gewesen. Für die Verwaltungskraft habe es keinen Zuschuss mehr gegeben. "Einerseits wird im Landtag über eine zweistellige Erhöhung der Diäten diskutiert, andererseits wird bei der Summe für die Erwachsenenbildung gespart", machte sie deutlich. Das Sparpotenzial des Salzwedeler Vereins sei mittlerweile ausgereizt. Die Einnahmenerhöhung sei nur mit einer Vergrößerung der abrechenbaren Stundenzahl zu erreichen. Aber auch die jetztigen Angebote - im Vorjahr insgesamt 3300 Stunden - seien nur mit Mühe zu schaffen. Für ein Mehr müssten weitere Kooperationspartner gefunden und neue Lehrgänge ins Leben gerufen werden.

Die Anwesenden wählten einen neuen Vorstand. Sie sprachen erneut Ute Lippstreu, Sigrid Lemme und Joachim Thielbeer ihr Vertrauen aus. Neu im Gremium arbeitet Michael Lohse mit, der die Aufgabe von Norbert Vollmer übernimmt.

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