Groß Rosenburg l „Förderverein der Ortsfeuerwehr Groß Rosenburg e.V.“ heißt eine Gemeinschaft, die die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr unterstützen möchte. Olaf Schneider (46) ist der Vorsitzende.

Gemäß Feuerwehrgesetz Sachsen-Anhalt sind die Gemeinden verpflichtet, eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, zu unterhalten und für die notwendigen Ausrüstungen und Ausbildungen zu sorgen. Dieser gesetzlichen Vorgabe kommt Groß Rosenburg auch nach. Doch manchmal bleiben wünschenswerte Anschaffungen auf der Strecke.

Spendenverwendung

„Mit den Zuwendungen und gesammelten Spenden möchte der Förderverein das Feuerwehrwesen in Rosenburg unterstützen“, sagt Olaf Schneider.

Zu den Aufgaben zählen die Unterstützung der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Groß Rosenburg, eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, die Pflege und Erhaltung alter Fahrzeuge und Technik sowie das Heranführen der Kinder und Jugendlichen an die Feuerwehrtätigkeit. Die Rosenburger können stolz auf eine Jugend- und eine Kinderfeuerwehr sein – zwei unerlässliche Gruppen für die Nachwuchsgewinnung. Man zählt derzeit 15 Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren sowie acht Jugendliche. Wenn am Ende jedes Jahrgangs zwei Jugendliche in den Erwachsenendienst der Wehr wechseln, könne man froh sein, weiß Olaf Schneider. Gerade ab dem 17., 18. Lebensjahr stelle das Leben durch Schule, Ausbildung, Studium oder die erste Liebe seine Weichen.

Der Verein wurde offiziell 2014 gegründet. Die Mitglieder, die ihm angehören, kommen überwiegend aus den Reihen der Feuerwehr. „Wir sind aber auch für neue Mitglieder offen, die keine Feuerwehrleute sind“, unterstreicht Schneider, der langjährige Erfahrungen mit der Nachwuchsarbeit hat. Finanziell unterstützt wird die Gemeinschaft in erster Linie durch Sponsoren.

Olaf Schneiders und Jugendwart Mirko Träders erfolgreiches Konzept besteht darin, den Nachwuchs „als vollwertige Mitglieder“ anzusehen, dem Werte durch „alte“ Kameraden vorgelebt werden.

Selbstbewusstsein

Zwar müsse man die Ausbildung altersgerecht gestalten, aber dürfe keinen Schlendrian zulassen. Denn nicht umsonst haben Feuerwehrkameradinnen und -kameraden Uniformen an. Auf eine gewisse paramilitärische Ordnung möchte Schneider nicht verzichten. So sind beispielsweise eingeschaltete Handys während der Ausbildung absolut tabu. Zu Beginn würden Regeln wie diese den Neulingen schwer fallen, mit der Zeit akzeptierten sie sie aber.

Der Rosenburger Nachwuchs und viele aktive Kameraden sammelten in der Vergangenheit mehrfach Altstoffe. „Besonders die Kleinen sind mit Feuer und Flamme dabei, wenn sie an den Türen der Leute klingeln“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Eine Aktion, die nicht nur einen finanziellen Effekt habe, sondern auch dem Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsleben der Kinder gut tue.