Schönebeck l Der Salzlandkreis um Landrat Markus Bauer (SPD) würdigte das 20-jährige Bestehen des wichtigen Infrastrukturprojektes im Rahmen einer Pressemitteilung. Die A14 sei „so selbstverständlich geworden“.

Lange Fahrtzeiten sind Geschichte

Kaum jemand könne sich noch an die Zeit erinnern, als die Distanz zwischen Magdeburg und Halle noch nicht in einer Autostunde zu überwinden war. Und auch der Salzlandkreis habe einen enormen Schub erhalten. Am 30. November 2000 wurde der Abschnitt von Könnern nach Schönebeck freigegeben – ein guter Tag für den Salzlandkreis.

Insgesamt ist die Autobahn 14 ist mehr als 400 Kilometer lang und führt einmal quer durch Sachsen-Anhalt. Der Bau kostete 655 Millionen Euro und wurde zwischen 1993 und 2000 realisiert. „Fast die Hälfte der gesamten Strecke liegt auf dem Gebiet des heutigen Salzlandkreises“, heißt es in der Mitteilung. Das sind immerhin 48,8 Kilometer mit sechs Anschlussstellen, drei große Flussbrücken und eine Tank- und Rastanlage.

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Täglich 40.000 Fahrzeuge

Täglich rollen im Schnitt um die 40.000 Fahrzeuge, ein Viertel davon Schwerlastverkehre an den Zählerstellen in Schönebeck und Plötzkau vorbei. Das sagen die Zahlen von 2019 aus.

Die Geschichte der A 14 ist eng mit einem Projekt des Bundes verbunden. Dieser wollte nach der Wiedervereinigung mit dem groß angelegten Verkehrsprojekt „Deutsche Einheit“ das Verkehrsnetz der östlichen Bundesländer modernisieren und so eine Grundlage für Wachstum, Wohlstand und die ökonomische und soziale Angleichung der Lebensverhältnisse schaffen. „Für unsere Region ein Riesenfortschritt damals“, erinnert sich Landrat Markus Bauer. „Für die verkehsgeplagten Einwohner wie für die folgende wirtschaftliche Entwicklung insgesamt.“ Ortschaften an den Bundesstraßen 6 und 71 konnten aufatmen. Viel Durchgangsverkehr wurde durch die neue Schnellstraße abgefangen – damit stieg die Lebensqualität gewaltig.

Wichtig für ganz Europa

Auch für zukünftige Verkehre ist die A 14 wichtig. Deutschland ist inzwischen zu einem wichtigen Transitland geworden. Die Grenzöffnung nach Osteuropa bestätigte die Verkehrsentwicklung noch einmal. Die A 14 – sie ist eine wichtige europäische Nord-Süd-Achse von Südosteuropa bis nach Hamburg.

„Die wesentlich bessere Verkehrsanbindung haben wir genutzt für unseren Wirtschaftsstandort“, zeigt sich Bauer dankbar. Als Beispiele nennt er die das Gewerbe- und Industriegebiet in Bernburg, das „heute zu den Top 5 in Sachsen-Anhalt“ zählt oder auch den Schönebecker Industriepark West. „Leistungsfähige Autohöfe sind zudem in Könnern und Brumby entstanden.“ Auch dank der A 14 verfüge der Salzlandkreis heute über eine gut ausgebaute Infrastruktur.