Neuer Dachstuhl, Ziegeleindeckung und Außenputz für Anbauten: Die Sanierung der "Außenhülle" von St. Pankratius ist abgeschlossen

Baugerüste fallen und Welslebens Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Von Andreas Pinkert

Welsleben l Vor allem in diesen Tagen, wenn die Sonne an das alte Gemäuer der sogenannten "verkehrten Kirche" von Welsleben scheint, dann strahlt der neue Außenputz regelrecht mit seinem hellen Farbanstrich.

Viele Monate stand das Gotteshaus eingerüstet da und zahlreiche Handwerker legten Hand an. Die beiden Anbauten erhielten einen neuen Dachstuhl, wurden mit mattroten Ziegeln eingedeckt und bekamen einen hellen Außenputz verpasst.

Damit ist nun auch der zweite Bauabschnitt am Gebäude beendet, der einen Umfang von 100 000 Euro hatte. Die Finanzierung erfolgte über das Förderprogramm "Leader", über den Kirchenkreis Egeln aber auch über die Kirchengemeinde Welsleben.

Dritter Bauabschnitt folgt: Innensanierung geht weiter

Nicht nur Hans-Jürgen Korn, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, freut sich über die Verjüngungskur des Gotteshauses, obwohl es manchmal Diskussionen mit dem Denkmalschutz gegeben habe. Dankbar ist er, dass nun beispielsweise doch Dachrinnen an St. Pankratius angebracht werden durften.

Doch der Welslebener blickt bereits nach vorn. "Jetzt soll es weitergehen. In einem dritten Bauabschnitt soll die Innensanierung fortgeführt werden", erklärt Korn. Dabei soll der alte Putz von Decke und Innenwänden entfernt und anschließend erneuert werden. Danach wollen die Welsleber ihren Gottesdienst wieder in der Kirche feiern, seit Jahren wird er wegen der Bauarbeiten im Pfarrhaus abgehalten. 160 Kirchgänger werden nach der Sanierung Platz im Schiff finden.

Der spätromanische Turm ist bereits 1225 errichtet worden. Das Kirchenschiff wurde im barocken Stil 1671 "verkehrt" an den "Wehrturm" der Kirche angefügt.

Die alte Kirche wurde ein Raub der Flammen, aber der Turm blieb erhalten.