Schönebeck l Ab dem 2. November 2020, so weist ein Schild am Eingang hin, sollen Kunden ohne Termin ihre Angelegenheiten im Bürgerbüro nur noch donnerstags von 12 bis 16 Uhr erledigen können. Stadtrat Kowolik fragte bei der Verwaltung an. Diese bezog auch gegenüber der Volksstimme in einer Pressemitteilung Stellung.

Terminvergabe gut angenommen

Das Bürgerbüro der Stadt Schönebeck arbeite, so vermeldete es Pressesprecher Frank Nahrstedt, auf Grund der Covid-19-Pandemie seit dem 17. März 2020 mit Terminvergabe. „Dieser Umstand wurde durch die Bürgerinnen und Bürger gut angenommen, insbesondere auch durch die berufstätige Bevölkerung, die dadurch ihren Besuch im Bürgerbüro planen und ohne Wartezeiten das Bürgerbüro aufsuchen konnte“, berichtete Nahrstedt aus der Praxis.

Das Arbeiten mit Terminvergabe sei mittlerweile in fast allen Behörden Standard, da dadurch die Kundenströme in den publikumsintensiven Bereichen gesteuert werden können. Infektionsrisiken können dadurch gesenkt und mögliche Ansteckungen mit dem Coronavirus bei Behördengängen vermieden werden.

Bedienung trotz Terminvergabe möglich

Das Bürgerbüro der Stadt Schönebeck vergibt derzeit Termine per Telefon oder per E-Mail. Während der Öffnungszeiten werden Bürgerinnen und Bürger, die zuvor einen Termin vereinbart haben, bevorzugt bedient. Gibt es darüber hinaus noch Kapazitäten, kümmern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich auch um Menschen, die keinen Termin vereinbaren konnten oder wollten.

Eine strukturierte und straffere Organisation scheint im Bürgerbüro derzeit ohnehin unerlässlich: „Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen in den letzten Wochen besteht derzeit ein hoher Nachholbedarf an Leistungen“, berichtet Nahrstedt. Dies führt zu einer starken Auslastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Appell: Terminvergabe nutzen

„Vor dem Hintergrund der Einhaltung der gesetzlichen Abstands- und Hygieneregeln, Vermeidung von Menschenansammlungen im Wartebereich appellieren wir an die Bürgerinnen und Bürger, die Terminvergabe zu nutzen“, empfiehlt Schönebecks Pressesprecher.

Optimierter Service

Der Service des Bürgerbüros wurde – entgegen der hinlänglichen Auffassung in den sozialen Netzwerken – sogar optimiert und angepasst. Die kurzen Öffnungszeiten sind eben nur auf den ersten Blick kurz. „Aufgrund der hohen Kundenfrequenz in den letzten Wochen gab es Anfragen durch Bürgerinnen und Bürger mit dem Ansinnen, an einem Sprechtag in der Woche nur Kunden ohne Termin zu bedienen. Diese Variante sollte ab 1. November probeweise umgesetzt werden“, heißt es in Nahrstedts Pressemitteilung. Mehr noch: „In Auswertung der vorliegenden Fallzahlen hinsichtlich der Kunden mit und ohne Termin haben wir uns entschlossen, das derzeitige Verfahren beizubehalten, das heißt, es werden alle Kunden mit und ohne Termin an allen Sprechtagen bedient.“

Die Pressemitteilung, die der Volksstimme vorliegt, bekam auch Mark Kowolik als Antwortschreiben auf seine Anfrage. Er veröffentlichte das Schreiben unter dem Post. Es gab bisher keine weiteren Kommentare mehr ...