Schönebeck/Staßfurt (vs) l Erstmals auf über 100 ist im Salzlandkreis der Inzidenzwert gestiegen. Das teilte der Kreis gestern mit. Die Corona-Fallzahlen im Salzlandkreis blieben damit auf einem konstant hohen Niveau. Mittlerweile wurde ein weiterer kritischer Schwellenwert überschritten. Bei 102,95 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner liegt der Sieben-Tage-Trend. Am Vortag waren es noch 92,33. Aus Aschersleben und Schönebeck amen Meldungen mit jeweils zwölf Neuinfektionen. Es folgen Staßfurt, Hecklingen, Calbe (je 3), Egelner Mulde (2) sowie Bördeland, Könnern und Bernburg (je 1).

Ein Hotspot hat sich demnach am Donnerstag bei der Lebenshilfe Harzvorland in Aschersleben herauskristallisiert. Das Gesundheitsamt habe entsprechende und notwendige Maßnahmen angeordnet.

Die Zahl der behandelten Patienten ist unverändert. Aktuell müssen vier Patienten intensivmedizinisch behandelt und beatmet werden, 29 weitere Personen werden ebenfalls stationär behandelt. Es bleibt bei den bisher vermeldeten fünf Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19.

Landrat Markus Bauer (SPD) sagt deshalb, die Zahlen aus den vergangenen Tagen zeigen einen beunruhigenden Trend. „Diese magische Grenze von 100 war eine Zeit lang weit weg. Mittlerweile sollte jedoch allen im Salzlandkreis bewusst sein, dass das Virus in der Bevölkerung angekommen ist und sich trotz aller Bemühungen des Staates sowie der allgemeinen Empfehlungen weiter verbreitet.“

Bauer erneuerte und bekräftigte seinen Appell an die Bevölkerung. „Wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit. Nächstenliebe bedeutet in diesem Jahr, dass wir vor allem auf einander Acht geben müssen. Gesund zu bleiben, ist während der Pandemie besonders wichtig.“ Der Landrat verweist auf die allgemeinen Regeln zu Abstand, Maske, Hygiene und Lüften.