Breitenhagen l Wenn Ariane Quenstedt (32), Melanie Tennert (30), Sandra Fromm (37), Melanie Künze (38), Mandy Schlegel (33) und Mandy Quenstedt (30) mit ihren Kinderwagen durch das Dorf schieben, wird es eng. Dann können sie schon mal die gesamte Straßenbreite einnehmen. Es ist ein Bild wie aus längst vergangenen DDR-Tagen, wo es besonders in den 70er Jahren vor Kinderwagen nur so wimmelte. Mit umfangreichen staatlichen Fördermaßnahmen sorgte der Staat damals für einen Aufschwung. Die Geburtenziffer stieg sogar kurzfristig auf über 1,9 Kinder je Frau.

Statistisch gesehen liegt heute das gebärfähige Alter einer Frau zwischen 15 und 49 Jahren. Das ist aktuell internationaler Standard. Zu DDR-Zeiten schwankte das Alter bei der ersten Geburt bis Ende der 1980er Jahre zwischen 22 und 23 Jahren. Die höchste Geburtenhäufigkeit in Deutschland wird heute in der Gruppe der 30- bis 34-jährigen Frauen beobachtet.

Obwohl es kein ungefährlicher Eingriff ist - trotzdem werden Babys heute immer häufiger per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Statistiken sprechen von jedem dritten Kind, das auf diese Weise geboren wird.

Auch bei diesem Thema liegen die Breitenhagenerinnen ganz im Trend: fünf von sechs hatten einen Kaiserschnitt.

Die Breitenhagener Muttis brachten ihre Kinder in Kliniken der Städte Köthen (2), Magdeburg (3) und Schönebeck (1) zur Welt.

Muntere Truppe trifft sich

Die muntere Truppe tauschte sich schon während der Schwangerschaft untereinander aus und machte regelmäßige Spaziergänge. So ist es bis heute geblieben. Am späteren Vormittag treffen sich die Frauen mit ihren schicken Kinderwagen fast täglich am „Marktplatz“, wie das Areal bei Bäcker Reile genannt wird. Das „Thema eins“ ist - wie sollte es anders sein - die Entwicklung ihres Nachwuchses.