Schönebeck l Polizei und Feuerwehr zogen eine positive Bilanz des Jahreswechsels. Das Corona-Silvester ließ andere aber kreativ werden. Der stark sanierungsbedürftige Turm auf dem Hummelberg leuchtete den gesamten Abend über in bunten Farben.

Leuchtender Hummelberg

Der Silvestertag stand für Fritz Allendorf und René Klinger ganz im Zeichen des Lichts. Schon am frühen Nachmittag machten sich die beiden auf, um die Ruine auf dem Hummelberg mit Licht auszustatten. Der Aufwand der beiden hatte sich gelohnt. Gegen 20 Uhr schalteten sie die bunte Beleuchtung ein. Insgesamt 540 bunte Lämpchen tauchten die Reste des Gebäudes in magische Farben. Pünktlich zum Jahreswechsel ließ Messebautechniker Klinger von der Firma Indis Messebau den Turm flackernd in vielen verschiedenen Farben aufleuchten. „Wie ein kleines Feuerwerk“, wie er betonte. „Wir wollten mit der Beleuchtung ein Zeichen setzen für das Denkmal, die Messe-Branche und den Schönebeckern etwas zum Jahreswechsel geben, das sie genießen können“, erklärte Mitorganisator Fritz Allendorf am Abend.

Polizeibericht

In Schönebeck fuhren zwar einige Wagen gegen Mitternacht Streife – wie zum Beispiel ein Bulli auf der Magdeburger Straße – doch eingreifen mussten sie nicht. Anders in der Kreisstadt Bernburg: Unbekannte haben vermutlich in den Nachtstunden zum Donnerstag, ein abgeparktes Auto im Bereich des Parkplatzes am Bahnhof beschädigt. Neben der Windschutzscheibe traf es auch die Motorhaube. In der gleichen Nacht wurde an der Halleschen Straße ein Auto aufgebrochen. Wie die Polizei vermeledte, wurden mehrere Gegenstände entwendet.

Bilder

Viel zu tief ins Glas geschaut hatte ein 57-Jähriger in Aschersleben. Gegen 21.20 Uhr zogen ihn die Polizeibeamten im Bereich der Güstener Straße aus dem Verkehr. Er fuhr Schlangenlinien. Während der Kontrolle des 57-jährigen Fahrers wurde der Grund für die Fahrweise schnell klar. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Vorwert von 2,21 Promille. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und das Fahrzeug blieb erstmal stehen.

Feuerwehr

Stadtwehrleiter Daniel Schürmann verbrachte den Silvesterabend in der Kreisleitstelle. Er arbeitet als Disponent für den Rettungsdienst. Am frühen Neujahrsmorgen bilanzierte er einen ruhigen Arbeitstag. „Es war eine der ruhigsten Silvesternächte der letzten Jahre. Es gibt nichts nennenswertes zu berichten“, so Schürmann. Ihren letzten Einsatz des Jahres absolvierten die Kameraden der Schönebecker Wehr schon mittags. Gemeinsam mit dem Kameraden aus Bad Salzelmen mussten sie um 13.24 Uhr aber nicht eingreifen. Ein Essen war angebrannt.

Bunte Raketen

Obwohl es kein Feuerwerk zu kaufen gab, hatten die Schönebecker offenbar noch ihre Reserven. Den gesamten Abend über gingen immer wieder Raketen und Böller in die Luft. Wer keine Raketen mehr hatte, benutzte Wunderkerzen. Eine Gruppe von Kindern auf dem Marktplatz in Bad Salzelmen hatte jedenfalls sichtlich Spaß. Auch in der Moskauer Straße flogen einige Raketen in die Luft – genauso wie gute Wünsche zum neuen Jahr.

Sportliche Tradition

Eigentlich steigen Wassersportler an Neujahr regelmäßig aufs Wasser. Sie treffen sich zu einer traditionellen Eierfahrt. „Auch wenn die traditionelle Eierfahrt der Wassersportler aus Barby und Schönebeck nach Glinde in diesem Jahr ausfallen musste, trafen doch drei Schönebecker Kanuten bei der Ausübung ihres Individualsportes am Neujahrsmorgen in Glinde aufeinander“, teilte Markus Baudisch mit, der ebenfalls über die Elbe paddelte. In diesem Jahr fanden sie sechs selbst mitgebrachte Eier.