Rettungsdienst

Geballte Faust für helfende Hand

Obwohl sie nur helfen wollen, werden Rettungsdienstmitarbeiter im Einsatz oft angegriffen - und das oftmals von den Patienten.

ARCHIV - Ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und ein Rettungswagen (RTW) des BRK stehen am 04.09.2014 in Miesbach (Bayern) bei einem Notfalleinsatz (Zoomeffekt). Am 09.11.2016 findet in München (Bayern) eine Tagung des Bayerischen Roten Kreuzes mit verschiedenen Hilfsorganisationen zu Terror- und Amokeinsätzen statt. Foto: Stephan Jansen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ dpa

Schönebeck/Staßfurt l Sie werden beleidigt, bedroht, bespuckt, geschlagen und getreten - und das, obwohl sie doch nur helfen wollen. Teilweise müssen Rettungskräfte, wie Sanitäter oder Rettungsassistenten,  ein verdammt dickes Fell haben, wie eine Umfrage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unter 425 Rettungsdienstmitarbeitern ergab.
So gaben 44 Prozent der Befragten an, ein bis zwei Mal pro Monat verbal attackiert zu werden. 12,5 Prozent sogar ein bis zwei Mal pro Woche und 5,2 Prozent noch öfter. Zu körperlichen Übergriffen kommt es zum Glück nicht ganz so oft. Mit 83,8 Prozent gibt die Mehrheit des befragten Rettungspersonals an, dass sie seltener als ein bis zwei Mal pro Monat tätlich angegriffen worden sind. Jedoch berichten 11, 8 Prozent - in konkreten Zahlen immerhin 50 Menschen - von ein bis zwei Angriffen pro Monat.
In der Region sind unter anderem  der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverbund Salzlandkreis und der Regionalverband der Johanniter-Unfall-Hilfe im Einsatz. Und auch im Salzlandkreis kommt es zu Übergriffen, wie Stephan Klauert, Regionalvorstand bei der Johanniter-Unfallhilfe, mitteilt. „Verbale und auch tätliche Angriffe gegen Rettungsdienstmitarbeiter kommen vor und haben insgesamt betrachtet zugenommen. Generell lässt sich auch eine zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften beobachten“, so Stephan Klauert.