Schönebeck l Von Barby aus nach Magdeburg ins Krankenhaus und nicht in eine der beiden näher gelegenen Notaufnahmen der Ameos-Kliniken in Schönebeck musste am Freitagabend ein Notfallpatient nach Reanimation gebracht werden. Das hat die Volksstimme aus sicherer Quelle erfahren.

Grund dafür: Die Notaufnahmen waren seit Freitagnachmittag nur noch eingeschränkt verfügbar. Das bestätigte Lutz Möller, Klinikdirektor der beiden Ameos-Kliniken in Schönebeck, auf Volksstimme-Anfrage am Montag. „Klinische Versorgungsleistungen für die weiterführende Behandlung von Notfallpatienten in den Kliniken in Schönebeck“ standen laut Salzlandkreis nicht mehr zur Verfügung. Der Landkreis ist zuständig für die Rettungsleitstelle, die den Rettungsdienst koordiniert, damit eine angemessene Patientensteuerung geleistet werden kann.

Auf die Frage, warum die Notaufnahme nur eingeschränkt arbeiten konnte, antwortete der Krankenhausdirektor ausweichend. „Wie in jedem anderen Krankenhaus auch kann es zu punktuellen Ausfällen von zum Beispiel Medizingerätetechnik beziehungsweise Infrastruktur kommen.“ Warum der Notaufnahmenbetrieb in Schönebeck nun konkret in welchen Bereichen eingeschränkt war und bis wann genau das der Fall war, blieb unbeantwortet.

Doch: „Die Notaufnahmen der Ameos-Klinikstandorte in Schönebeck können von den Rettungsdiensten wieder uneingeschränkt angefahren werden“, berichtet Lutz Möller am Montag. Das bestätigte auch der Salzlandkreis als Träger der zuständigen Rettungsleitstelle in Staßfurt auf Nachfrage.