Turnier

Großer Andrang beim Ringreiten in Kleinmühlingen

Volksfest-Stimmung herrschte am Sonnabend beim Ringreiten auf dem Mühlberg in Kleinmühlingen. Am Ende gab es unter den Augen zahlreicher Zuschauer ein munteres Stechen. Der Sieg ging nach Wespen.

Von Robert Gruhne
Uwe Schäfer holte sich den Sieg.
Uwe Schäfer holte sich den Sieg. Fotos: Holger Sieglitz

Kleinmühlingen - Mit so viel Andrang hatten die Veranstalter gar nicht gerechnet: 49 Teilnehmer meldeten sich zum Ringreiten in Kleinmühlingen an. „Alle waren heiß, weil so lange nichts war“, weiß Jürgen Kühne vom Ringreitverein Kleinmühlingen. Zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern hatte er das Turnier auf die Beine gestellt.

Wie gewohnt traten die Starter in drei Runden auf dem Mühlberg an. Fast jeder Vierte, also zwölf Teilnehmer, holten sich drei Ringe und zogen ins Stechen ein.

Den Sieg nahm schließlich Uwe Schäfer mit nach Wespen, gefolgt von Maik Gorthold aus Tornitz auf dem zweiten Platz und Wolfgang Schönebaum auf dem dritten Platz.

Neben dem sportlichen Wettkampf darf beim Kleinmühlinger Ringreiten auch die Geselligkeit nicht fehlen. Rund 300 Besucher fanden den Weg auf den Mühlberg, schätzte der Verein. Die wurden traditionell aus der Gulaschkanone verköstigt. Für die richtige Musik sorgte eine Blaskapelle. Und auch das Wetter spielte mit.

Rund 300 Zuschauer schauten dem Wettkampf zu.
Rund 300 Zuschauer schauten dem Wettkampf zu.
Holger Sieglitz

Normalerweise findet das traditionelle Ringreitturnier in Kleinmühlingen immer in der Woche nach Pfingsten statt. Durch die Pandemie wurde der Kleinmühlinger Wettkampf wie mehrere andere Turniere in der Region auf August verschoben. Die Ringreiten am 14. August in Zens und am 21. August in Eggersdorf wurden für dieses Jahr vor Kurzem ganz abgesagt.

Nicht so in Kleinmühlingen. „Wir haben gesagt, wir ziehen das durch“, sagt Jürgen Kühne. Von den Hygieneregeln ließ man sich in Kleinmühlingen ebenfalls nicht abhalten. Mit der Entscheidung zeigt sich Jürgen Kühne nach der Veranstaltung sehr zufrieden. „Gut, dass wir es gemacht haben“, sagt er.

Bedanken will er sich im Namen aller Ringreiter bei den vielen freiwilligen Helfern, die gar nicht zum Kleinmühlinger Verein gehören und trotzdem bei Auf- und Abbau mitgeholfen haben.

„Ohne Helfer würde es schlecht aussehen“, meint Kühne. Ebenso wichtig seien die Sponsoren, die das Turnier finanziell und mit Sachmitteln unterstützen.