Schulsanierung

Jetzt muss der Bauschutt noch raus

Die Sanierung der Grundschule Welsleben schreitet voran. Die Innenarbeiten sind fast abgeschlossen.

Von Tom Szyja

Welsleben l Das Mammutprojekt Grundschule Welsleben biegt langsam auf die Zielgerade ein. Die Innensanierung der Grundschule „Juri Gagarin“ in Welsleben ist schon weit fortgeschritten. Die Klassenräume sind gestrichen, die Böden ausgelegt, die sanitären Anlagen installiert. „Als nächstes muss der Bauschutt entfernt werden, damit die Möbel in die Klassenräume können und die letzten Feinarbeiten abgeschlossen werden können“, erklärt Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD). Für die Baureinigung hat die Gemeinde bereits mehrfach eine Ausschreibung gestartet, aber bislang hat noch keine Firma Interesse gezeigt. Jetzt läuft ein neues Ausschreibungsverfahren. Auf den Linoleum-Böden liegt überall noch eine Abdeckfolie, damit der neue Boden durch die Bauarbeiten nicht gleich beschädigt wird.
Die Klassenräume sind bis auf Tische und Stühle schon ausgestattet. Jeder Klassenraum verfügt über ein Luftreinigungssystem, das für stets saubere Luft sorgen soll. Außerdem sind in jedem Klassenraum Anschlüsse für digitale Tafeln installiert worden. Da die Tafeln nicht ganz günstig sind, ist noch nicht klar, ob mit Beginn des neuen Schuljahrs schon alle Klassen Unterricht auf einer digitalen Variante bekommen. Da die Räume eine große Fensterfront in Richtung Süden haben, sind sie zudem mit einem elektrischen Sonnenschutz ausgestattet.
Neben den Klassenräumen sind auch die sanitären Anlagen schon fast bezugsfertig. Waschbecken sind eingebaut, Toiletten und Kabinen ebenfalls. Was noch geändert werden muss: Einige Toilettenkabinen befinden sich direkt vor einer großen Fensterfront, dort soll noch eine Sichtschutz-Folie eingebaut werden, wie eine Planerin vom Büro Kirchner und Przyborowski berichtet. Aus den Wasserhähnen und Spülkästen kommt noch kein Wasser, da sonst die Gefahr einer Verkalkung besteht.
Vor einer großen Herausforderung stehen die Planer noch in der neuen Sporthalle. Dort ist zwar schon der ein elastischer Schwingboden eingebaut, welcher noch eine Linoleum-Schicht bekommen soll. Außerdem muss noch ein Prellschutz an den Wänden angebracht werden. Was die Planer um Bernd Nimmich aber wurmt: Am Ende der Halle sollen Turnringe und eine Kletterwand entstehen. Dafür war extra aus der alten Halle eine Halterung in der Decke gelassen worden.
Aus rechtlichen Gründen muss zwischen den Turn- und Klettergeräten und dem restlichen Sportfeld aber genügend Abstand sein. Das geben die Maße der neuen Halle aber nicht her. „In meiner Kindheit war das nie ein Problem, wir sind beim Handball nie gegen eine Sprossenwand geprallt“, zeigt sich Bürgermeister Bernd Nimmich genervt über die bürokratischen Hürden beim Sportstättenbau. In nächster Zeit sollen verschiedene Modelle geprüft werden, wie die Kinder trotzdem ihre Sprossenwand und die Turnringe oder Seile bekommen können.
Während die Innenarbeiten schon weit fortgeschritten sind, wartet im Außenbereich des Geländes noch eine Menge Arbeit auf die Bauherren. „In der nächsten Woche gehen die Ausschreibung für die Regenwasseranlagen und die Arbeiten an den Außenanlagen raus. Diese sollen dann auch zügig beginnen“, berichtet Nimmich. Immerhin sind die Fassadenarbeiten abgeschlossen. Als nächstes sollen die Säulen vor dem Eingang noch farblich gestaltet werden. Im Stil der restlichen Farbgebung der gesamten Schule.
Mit dem jetzigen Tag sind die Arbeiten schon weit fortgeschritten, es gibt aber auch noch eine Menge zu tun für alle beteiligten Personen der Schulsanierung „Juri Gagarin“.