Tornitz-Grube Alfred l Die Polizei wurde telefonisch darüber informiert, dass am Ortsrand von Grube Alfred ein metallischer Gegenstand lag, der „sehr nach Fundmunition“ aussah. Es stellte sich auch sehr bald heraus, dass es sich um eine Phosphorgranate handelte. Diese Art von Munition kann sich bei Bewegung  in Brand setzen und nicht mit herkömmlichen Mitteln gelöscht werden. Der Fundort wurde von der Polizei abgesperrt und der Kampfmittelbeseitigungsdienst informiert. Wenig später stellten die Beamten weitere Munition fest, die sichergestellt und fachgerecht entsorgt wurde.

Solche Granaten waren im Krieg in großen Mengen als Brandbomben eingesetzt und aus Flugzeugen abgeworfen worden, was zu großflächigen Feuerstürmen führte. Die Gefahr bei solchen Granaten ist laut Experten, dass der Zünder der Granate bereits aktiv wird, wenn er auf den in der Luft enthaltenen Sauerstoff trifft. Dann kann der Phosphor unkontrolliert brennen und entfaltet eine Flamme von bis zu 1300 Grad Celsius Hitze. Der dabei entstehende Rauch ist hochgiftig. Das Einatmen solcher Dämpfe führt zu Verbrennungen der Atemwege und kann tödlich sein. Allerdings lassen sich solche Granaten für Fachleute relativ gut mit Sand absichern.

Munition nahe der Feuerwehr

Im benachbarten Gnadau wurde im Sommer 2001 Munition bei Straßenbauarbeiten gefunden. Phosphorgranaten waren nicht darunter, aber jede Menge Infanterie-Munition. Der Fundort lag mitten im Ort, nahe dem Feuerwehrgerätehaus.

Nach vorsichtiger Handschachtung wurden in der Felgeleber Straße fünf Kilogramm Infanteriemunition und vier Splitterhandgranaten gefunden. Bemerkenswert war der gute Zustand der Munition. Die Handgranaten steckten originalverpackt in Papphülsen, die MG-Gurte aus US-Bestand aus grobem Leinen waren fast unversehrt.