Doha/Bernburg l Landrat Markus Bauer war jetzt für zwei Tage auf der Qitcom-Messe in Katar. Aus seinem Besuch der Messe, auf der sich jährlich Start-ups und Digitalunternehmen wie SAP und Cisoco präsentieren, hatte der SPD-Politiker auch kein Geheimnis gemacht. Denn er selbst veröffentlichte auf seiner Seite in dem sozialen Netzwerk Facebook Informationen und Impressionen seiner Reise – die er auf eigene Kosten in seiner Freizeit angetreten hatte. Aber warum eigentlich?

Eine Mitteilung des Kreises zu diesem Thema gab es nämlich erst nach einer Anfrage der Volksstimme. Landrat Markus Bauer selbst hatte bei Facebook bereits während seiner Reise über das soziale Netzwerk darüber informiert, dass er am Freitag vor einer Woche die „Idee #SmartRegion [...] #Salzlandkeis [...], auf der weltgrößten #SmartCity Exibitition in Doha, präsentiert“ habe.

Schließlich ging es bei der Messe in Doha, der Hauptstadt des arabischen Landes Katar, in diesem Jahr um Konzepte für „Smart Cities“: sprich Städte, die sich im Rahmen der Digitalisierung neu erfinden wollen. Ähnliches will auch der Salzlandkreis.

Zustande kam die Reise, auf der Landrat Markus Bauer in einem englischsprachigen Vortrag für das Konzept der „Smart.Region Salzlandkreis“ weiter um Partner warb, durch eine Einladung des deutschen Botschafters in Katar, Hans-Udo Muzel. Das teilte Kreissprecher Marko Jeschor auf Nachfrage dann mit. Möglich gemacht habe den Auftritt Prof. Dr. Frank Himpel von der Hochschule Anhalt, der seit einem Jahren im Rahmen eines Wissenschaftsprojekts in Katar arbeitet.

Neben seinem Vortrag habe der Landrat Kontakte zu innovativen Firmen geknüpft, um später über eine Zusammenarbeit mit dem Salzlandkreis sprechen zu können, heißt es in der Mitteilung des Kreises über die Freizeit von Landrat Markus Bauer. Beim netzwerken habe er dann sogar einen kreativen Kopf kennengelernt, der gebürtig aus Aschersleben stammt und heute für das Software-Unternehmen Nexenio arbeitet.

Zwei Tage verbrachte Landrat Markus Bauer in Katar und zog ein positives Fazit. „Jetzt wissen viele international tätige Firmen, dass der Salzlandkreis für Innovation steht.“ Das habe er dem Fachpublikum beispielsweise an den Projekten „IT macht Schule“ oder „Mobiler Marktplatz 4.0“ zeigen können. Er bekräftigte nach der Reise, dass es viele Anknüpfungspunkte zwischen Smart Cities und dem Vorhaben im Salzlandkreis gibt. Es müsse nun das Ziel sein, das eigene Konzept entsprechend zu qualifizieren.

Neben der Messe besuchte der Landrat zusammen mit Prof. Dr. Frank Himpel auch die Deutsche Internationale Schule in Doha sowie die staatliche Hamad Bin Khalifa Universität in Doha – letztere, um auf dem Wissenschaftssektor weitere Kontakte zu knüpfen.

Nach Messeangaben waren 50 Firmen, 90 Experten und 300 Aussteller vertreten. Rund 38 000 Besucher hätten die Messe besucht.