Jahreshauptversammlung

Keine Einsätze direkt in Ranies

Kameraden der Ortteilwehr Ranies werten Feuerwehrjahr 2020 aus und stecken ihre Ziele für das Jahr 2021 ab. Außerdem wurde eine neue alte Wehrleitung gewählt.

Von Bianca Oldekamp 07.07.2021, 14:45
Gunnar Ulrich (links) und Martin Hopfer bleiben für die kommenden sechs Jahre Wehrleiter beziehungsweise stellvertretender Wehrleiter der Ortsteilwehr Ranies
Gunnar Ulrich (links) und Martin Hopfer bleiben für die kommenden sechs Jahre Wehrleiter beziehungsweise stellvertretender Wehrleiter der Ortsteilwehr Ranies Foto: Bianca Oldekamp

Ranies - Dass sie sich mal so auf die obligatorische Jahreshauptversammlung freuen würden, hätten die Kameraden der Ortsteilwehr Ranies wohl selber nicht gedacht. Doch durch die Corona-Zwangspause - was Dienstabende und sonstige Treffen angeht -, sind alle froh, nach über sieben Monaten wieder zusammenkommen zu dürfen. Und sind, wie unter anderem auch Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch, der Einladung des Wehrleiters Gunnar Ulrich am Freitag, 2. Juli 2021, gefolgt. Apropos Wehrleitung:

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung musste diese neu gewählt werden. Überraschungen blieben an diesem Abend aber aus. Schließlich hatten sich ausschließlich die beiden Amtsinhaber Gunnar Ulrich und sein Stellvertreter Martin Hopfer zur Wiederwahl für die kommenden sechs Jahre gestellt und wurden auch einstimmig von den 22 anwesenden Kameraden wiedergewählt.

Weniger Einsätze für Ranieser Kameraden im Jahr 2020

Spannender war da eher, was Wehrleiter Gunnar Ulrich in seinem Jahresbericht noch vor der Wahl mitzuteilen hatte. Denn neben vielen zwangsweise ausbleibenden Dienstabenden (25 gab es, davon 15 Ausbildungsdienste) hatte die Wehr im Jahr 2020 – um dieses Jahr ging es bei der Versammlung – auch weniger Einsätze als in den Vorjahren. Das Einsatzjahr 2020 sei ein „ruhiges Einsatzjahr“ gewesen, die Leute seien mehr zu Hause geblieben. Wohl auch deshalb habe es beispielsweise weniger Unfälle gegeben.

Immerhin sieben Einsätze mit einer Gesamtzeit von knapp 49,25 Stunden haben die ins- gesamt 27 Kameraden (Altersdurchschnitt 36,33 Jahre) der Einsatzabteilung absolviert, darunter jeweils ein Mittel-, ein Holzstapel- und ein Grasnarbenbrand. Die anderen vier Einsätze waren Fehlfahrten, die auf der Anfahrt schon abge- brochen wurden. Keiner der Einsätze war im Bereich Ranies.

Jugendwehr Ranies verzeichnet Zuwachs

Und auch Jugendwart Florian Herrler kam zu Wort. Er hatte Erfreuliches zu verkünden – ließ seinen Blick dabei auch schon in das Jahr 2021 schweifen. Denn trotz Corona und einiger altersbedingter Abgänge konnte die Jugendwehr ihre Mitgliedszahl (15 in 2020) nicht nur halten, sondern gewann in diesem Jahr rech-nerisch gesehen sogar einen Jungkameraden dazu.

Zwar war es im vergangenen Jahr schwierig, dass überhaupt Lehrgänge stattfinden konnten, doch kommen die Kameraden zusammen auf immerhin 303 Stunden Lehrgangszeit, während einige Lehrgänge entfallen sind. Gute Nachrichten hat Gunnar Ulrich aber auch dabei. So soll die Ranieser Wehr 2023 überraschend ein neues Fahrzeug bekommen. Und zwar ein Löschfahrzeug mit Allradantrieb für Geländeeinsätze.

Ranieser formulieren Ziele und Wünsche für 2021

Was sich die Kameraden für 2021 wünschen? Natürlich Gesundheit. Gleich zu Anfang seines Berichts merkte Gunnar Ulrich deshalb an, dass in den Reihen seiner Kameraden aktuell insgesamt 82 Prozent gegen das Coronavirus geimpft sind.

Ziele in diesem Jahr: Weitere Jugendliche gewinnen, Aus- und Weiterbildungen, Restarbeiten am „neuen“ Gerätehaus abschließen und die Anschaffung neuer Schutzkleidung und Uniformen.

Berufungen:

  • Kamerad Fabian Herrler wurde nach zweijähriger Wartezeit zum Gruppenführer berufen. Außerdem ist er seit 20 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ranies und wurde auch hierfür geehrt.

Jubiläen:

  • Ebenfalls seit 20 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ranies ist Tina Hinz.
  • Auch Robert Kaschner ist seit 20 Jahren Mitglied der Wehr.

Beförderungen:

  • Zur Oberfeuerwehrfrau wurde Kameradin Felicitas Herrler am Freitag befördert.
  • Stefan Berger ist entsprechend der Laufbahnverordnung jetzt erster Hauptfeuerwehrmann.

Belogigungen:

  • Bianca Ebert und
  • Tim Kreitschi wurden unter anderem für ihr Engagement in der Jugendfeuerwehr belobigt.