Welsleben l Die Gemeinde Bördeland hatte bereits im März ihren Haushalt beschlossen. Bis Mittwoch lag er zur Einsicht für die Bewohner der Gemeinde in der Verwaltung aus. Zuvor musste er jedoch noch von der Kommunalaufsichtsbehörde des Salzlandkreises Bernburg bestätigt werden.

Ein wichtiger Punkt in dem beschlossenen Haushalt war und ist ein höherer Liquiditätskredit. Das sind aufgenommene Schulden zur Deckung eines kurzfristigen Bedarfs an finanziellen Mitteln. Denn für die Sanierung der Grundschule „Juri Gagarin“ in Welsleben müsse ein zusätzlicher Kredit aufgenommen werden, erklärte Kerstin Lorenz, Kämmerin der Gemeinde Bördeland, nach dem Beschluss damals der Volksstimme.

Summe nicht genehmigt

Der Gemeinderat beschloss dementsprechend eine höhere Summe für die Liquiditätskredite: 8,8 Millionen Euro sollten es sein. Diese Summe wurde allerdings so nicht genehmigt. Mitte Mai gab die Kommunalaufsichtsbehörde in einem Schreiben die Entscheidung bekannt, dass der Liquiditätskredit auf etwa 5,9 Millionen Euro festgesetzt wird.

Doch kein Grund zur Sorge. Kerstin Lorenz gab bekannt, dass ein weiterer Liquiditätskredit in Höhe von etwa 2,6 Millionen Euro genehmigt wurde. Dieser Kredit ist explizit für die energetische Sanierung der Schule vorgesehen. Eine Differenz bleibt dennoch. „Für 393.300 Euro wurde die Genehmigung versagt“, teilt Lorenz mit.

Die Vorfinanzierung der Baumaßnahmen an der Grundschule ist durch die Erhöhung der Liquiditätskredite nun gesichert. Mitte März hatte der Gemeinderat die Vergabe für die Bauleistungen beschlossen. „Da geht es etwa um Malerarbeiten und Fliesen“, sagt Bernd Nimmich (SPD), Bürgermeister der Gemeinde.

Mehrkosten für Handwerker

Die Vergaben für Innentüren und Tischlerarbeiten, den Sportboden, Fliesen- und Plattenarbeiten, Malerarbeiten und Bodenbelagsarbeiten wurden alle mehrheitlich durch den Rat beschlossen. Dabei stellte sich heraus, dass die geplanten Kosten um 200.000 Euro steigen werden. So werden dafür nicht mehr wie angenommen 568.000 Euro, sondern 768.000 Euro benötigt.

Die Investitionen an der Grundschule „Juri Gagarin“ muss die Gemeinde nicht alleine stemmen. Sie werden durch Fördermittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums (Stark III - Eler) gewährt, teilt die Kämmerin Kerstin Lorenz mit.