Schönebeck l Die Dachsanierung des Salzlandmuseums in Schönebeck ist eine kostenintensive Angelegenheit. Fast 400.000 Euro sind erforderlich, um das Dach des ehemaligen Rathauses von Groß-Salze unter Einhaltung des Denkmalschutzes zu ertüchtigen. Dieses Geld – ganz konkret sind es 398.000 Euro – ist nun aber mithilfe von umfangreichen Fördermitteln zusammengekommen, sodass die Sanierung beginnen kann.

Unter anderem kommen 150.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IX des Bundes dem Projekt zugute. Der Salzlandkreis beteiligt sich mit Eigenmitteln in Höhe von 80.000 Euro an der Sanierung und Lotto-Toto Sachsen-Anhalt unterstützt mit 35.000 Euro. Weitere Gelder stammen aus der Denkmalpflegeförderung des Landes Sachsen-Anhalt, vom Förderverein Salzlandmuseum sowie von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

Baustelle ist eingerichtet

Die Baustelle ist inzwischen schon eingerichtet. Abbrucharbeiten der Traufe von Hauptdach und Turm haben in dieser Woche begonnen, teilt der Salzlandkreis mit. „In einem ersten Bauabschnitt wird das Vorderhausdach mit dem Dachreiter denkmalgerecht erneuert. In dem Zusammenhang soll nun auch das mechanische Uhrwerk im Turm saniert und mit einer Funksteuerung ausgestattet werden“, erläutert Marianne Bothe aus Pressestelle des Salzlandkreises das weitere Vorgehen.

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Die historische Turmuhr wurde indes am Montag von einer Fachfirma aus Kölleda in Thüringen abmontiert, erklärt Museumsleiterin Petra Koch. Das ist einerseits erforderlich, weil sie bei der Sanierung des Daches gestört hätte, und andererseits muss die Uhr ohnehin generalüberholt werden – sie zeigte nämlich nur zwei Mal am Tag die korrekte Uhrzeit an. Darüber hinaus werden auch die Zeiger und das Ziffernblatt aufgearbeitet.

Uhr per Funk synchronisieren

Darüber hinaus hat der Förderverein Salzlandmuseum das Ziel, die Uhr funksynchronisieren zu lassen. „Das Uhrwerk selbst bleibt mechanisch, aber die Ansteuerung soll mit moderner Technik erfolgen – gewissermaßen wie ein Herzschrittmacher für die Uhr“, erklärt der Vorsitzende des Fördervereins, Olaf Busch. Dafür ist der Verein auch immer noch auf der Suche nach Spenden, denn aufgrund der Corona-Pandemie konnten Veranstaltungen, bei denen Geld zusammengekommen wäre, nicht stattfinden. Dadurch fehlen rund 2000 Euro. „Ohne Spenden, müssen wir Geld aus anderen Vorhaben abzweigen, denn die Ansteuerung der Uhr wollen wir auf jeden Fall umsetzen“, so Busch.

Weiterhin laufen bereits die Anträge für einen zweiten Bauabschnitt, mit dem auch das Dach des Hinterhauses, wenn möglich noch die Fassade des Hauses, saniert werden sollen, so Marianne Bothe zum weiteren Vorgehen.

Arbeiten bis in den Sommer

Die Arbeiten am Dach werden sich voraussichtlich bis in den Sommer ziehen, teilt der Salzlandkreis mit. Je nach Fortschritt kann dann auch die Uhr wieder angebracht werden – und künftig den Menschen vor Ort dann auch die korrekte Uhrzeit anzeigen.