Amesdorf (ok) l Eine 81-jährige Rentnerin bekam gegen 15.30 Uhr einen Anruf von ihrem angeblichen Enkel, in dem dieser um 20.000 Euro bat. Er hatte demnach einen Unfall, und es war ein Sachschaden entstanden. Wenn er das Geld jetzt nicht bezahlen kann, dann würde er seien Job verlieren, wurde der älteren Frau mitgeteilt.

Nach Informationen der Polizei sagte das Opfer zu, und es wurde die Abholung durch einen Taxidienst arrangiert. Von dem Taxi wurde das Opfer zur Sparkasse gebracht und wollte dort 20.000 Euro abheben. Im Gespräch mit der Bankangestellten wurde die Herausgabe schließlich verweigert und der Sohn beziehungsweise die Schwiegertochter wurden informiert. Diese informierten daraufhin die Polizei, die der Rentnerin einen Besuch abstattete. Eine Anzeige wurde aufgenommen.

Bei der Familie anrufen

„Die Polizei weist in Anbetracht sich weiter häufender Betrugsfälle eindringlich darauf hin, dass vorwiegend lebensältere Menschen, aber nicht nur Rentner, von diesen Betrügern um ihre Ersparnisse gebracht werden“, so Marco kopitz von der Polizei in Bernburg. Dabei sind die Betrüger meist sehr redegewandt, versuchen im Telefonat bereits alle Zweifel auszuräumen und bringen die späteren Opfer dazu, an die Geschichte zu glauben.

Gefordert ist die Familie, die sich mit der Aufklärung der Eltern und Großeltern befassen sollte. Oder aber die Bankangestellten und Verkäufer von Gutscheinen, die aufmerksam reagieren können und sollen, wenn beispielsweise größere Bargeldsummen abgehoben (Enkeltrick oder Schockanrufe) oder Gutscheinkarten (Gewinnversprechen) von älteren Menschen gekauft werden.