Kurpark

Schönebeck: Vandalismus am Rand vom Kurpark in Bad Salzelmen nahe Eggersdorfer Straße

Vandalen lassen sich an historischem Zaun aus. Der Schaden ist gering, aber dennoch viel Arbeit für Mitarbeiter

Von Andre Schneider 10.08.2021, 15:31
Kein Stamm mehr da, wo er hingehört: Um den Schaden  zu beheben, wird schweres Gerät benötigt.
Kein Stamm mehr da, wo er hingehört: Um den Schaden zu beheben, wird schweres Gerät benötigt. Foto: Andre Schneider

Bad Salzelmen - Gute und schlechte Nachrichten in Bad Salzelmen. Die gute: Viel passiert ist beim jüngsten Vandalismus-Vorfall am Rande des Kurparks nicht. Die schlechte: Ohne Hilfe des Bauhofs lässt sich der Schaden nicht beheben. Eine unnötige Aktion ereignete sich in der Nähe des Gradierwerks allemal.

Was ist passiert? Zwischen dem Gradierwerk und der Eggersdorfer Straße bilden Balken eine Begrenzung, einen Art Zaun, zwischen der viel befahrenen Straßen und dem üppigen Grünstreifen. Die Hölzer liegen einfach auf robusten Steinblöcken, ohne dass sie weiter befestigt sind. Das müsste auch eigentlich nicht notwendig sein. Die Stämme sind nämlich ziemlich lang, ziemlich schwer und sogar ziemlich geschichtsträchtig.

Hilfe vom Bauhof benötigt

Einst, so sagt es der technische Leiter des Soleparks, Frank Otto, waren sie ein fester Bestandteil des Gradierwerkes. Sie dienten dazu, die Sole zu verarbeiten und nach Schönebeck zu verschaffen. „Wenn sie kaputt oder verfault sind, sind sie unwiederbringlich weg“, sagt Otto. „Sie liegen dort nur noch symbolisch.“ Der Zahn der Zeit nagt so langsam an den historischen Gehölzen. Das wird dem Betrachter auf den ersten Blick deutlich. „So lange wir sie erhalten können, wollen wir sie aber auch erhalten“, sagt der technische Leiter.

Und jetzt aber das. Otto erfuhr erst durch die Fotos der Volksstimme von den Vorkommnissen. „So wie auf den Bildern darf diese Abgrenzung natürlich nicht aussehen“, konstatierte er. Die Solepark-Mitarbeiter brauchen Hilfe von extern, um den alten Zustand wieder herzustellen. Otto kündigt an: „Wir werden diesen Zustand nicht so belassen.“ Da es sich um Soleröhrenfahrten bis sieben Meter Länge handele, müssten sie die Mitarbeiter um entsprechende Hebezeuge bemühen. Diese sind im „Werkzeugpool“ der Solepark-Mitarbeiter natürlich nicht vorhanden. „Hierzu werden wir den Bauhof mit heranziehen müssen“, sagt der technische Leiter.