Schönebeck l Die Jugendclubs in Schönebeck sollen erhalten bleiben. Das ist eine der Forderungen der Petition „Zukunft sichern: Jugendarbeit vor Ort retten!“, der sich mehrere Jugendclubs aus Schönebeck angeschlossen haben. „Es handelte sich um eine offizielle Unterschriftensammlung für eine Petition, die im Landtag von Sachsen-Anhalt eingebracht werden soll“, sagte Ines Grimm-Hübner, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Salzlandkreis, die die Unterschriftensammlung unterstützt. Gestartet wurde diese vom Verein Kinder-Jugendring Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Unterschrieben werden kann im Internet oder auf Listen, die derzeit in Schönebeck kursieren. Unter anderem liegen die Listen in einem Supermarkt in der Schillerstraße aus.

In Schönebeck hat die Petition besondere Brisanz gewonnen, weil in diesem Sommer der Jugendclub Rainbow der Arbeiterwohlfahrt geschlossen wurde. Grund ist der Wegfall von Fördergeldern. Ende 2020 muss nach derzeitigem Stand das Kinder- und Jugendbüro Piranha an der Bahnhofstraße schließen, weil die Stadt Schönebeck dem Trägerverein Rückenwind 75 000 Euro streicht.

Ziel sind 8.100 Unterschriften

In der Petition wird insbesondere eine ausreichende Finanzierung der Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt gefordert. Dazu heißt es im Petitionstext: „Die Situation der Kinder- und Jugendarbeit in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Einrichtungen wurden geschlossen, wie zuletzt im Salzlandkreis, oder stehen kurz vor der Schließung“. Und weiter: „Wir fordern daher die Mitglieder des Landtages und die Landesregierung auf, sich aktiv zur Kinder- und Jugendarbeit auf kommunaler Ebene zu bekennen und langfristige Investitionen in die Jugendförderung zu tätigen.“

Konkret wird gefordert, dass das Land zusätzliche drei Millionen Euro für die kommunale Jugendarbeit bereitstellt. Zudem soll die Summe jährlich um 2,5 Prozent steigen. Durch die Einführung eines Flächenfaktors in die Berechnung soll zudem sichergestellt werden, dass das Geld nicht nur in Städten, sondern auch im ländlichen Raum ankommt.

Das Ziel für die Petition sind 8100 Unterschriften. Bisher haben laut der Statistik der Online-Petition rund 5320 Personen aus Sachsen-Anhalt unterschrieben, was einem Anteil von 66 Prozent entspricht. Der größte Anteil stammt aus Magdeburg. Dort haben mehr als 890 Menschen unterschrieben. Der Salzlandkreis landet auf dem zweiten Platz mit rund 750 Teilnehmern. Allein in Schönebeck haben mehr als 500 Personen unterschrieben. Die Unterschriftensammlung wurde gerade bis zum 23. September verlängert.

Unterschriftensammlung für den Erhalt der Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt im Internet unter www.openpetition.de/petition/online/zukunft-sichern-jugendarbeit-vor-ort-retten