Badeunfall

Vierjähriger ertrinkt im Kleinen Waldsee

Ein Großaufgebot an Rettungskräften aus dem Salzlandkreis und Magdeburg war am Sonntag, 4. Juli 2021, am Kleinen Waldsee in Plötzky im Einsatz. Ein Viejähriger war ertrunken.

Von Bianca Oldekamp
Der Junge, der am Sonntagnachmittag am Kleinen Waldsee im Ferienpark Plötzky verschwunden war, wurde von Tauchern leblos in sieben Metern Tiefe gefunden.
Der Junge, der am Sonntagnachmittag am Kleinen Waldsee im Ferienpark Plötzky verschwunden war, wurde von Tauchern leblos in sieben Metern Tiefe gefunden. Foto: Bianca Oldekamp

Plötzky.

Wir haben uns entscheiden, an dieser Stelle auf die detaillierten Schilderungen des Unglückshergangs aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen zu verzichten und haben deshalb den ursprünglichen Text verkürzt. - Online-Redaktion

Gegen 15.40 Uhr schrillten die Piper der Kameraden der Feuerwehr Pretzien/Plötzky. Das Einsatzstichwort: Hilfeleistungseinsatz Wasser-/Eisunfall. Mit ihren beiden Löschfahrzeugen und dem Mannschaftstransportwagen rückten insgesamt 23 Kameraden der Ortsteilwehr an den Kleinen Waldsee bei Plötzky aus.

Rettungsboot in Plötzky im Einsatz

Mit Hilfe ihres Rettungsbootes suchten die Kameraden den kleinen See zunächst ab, sprangen dafür auch ins Wasser, berichtet Wehrleiter Michael Vorwerk, der den Einsatz leitete. Doch finden konnten sie den Jungen nicht – auch nicht durch den Einsatz einer Drohne oder der Wärmebildkamera der Wehr. Michael Vorwerk erklärt: „Uns war dann irgendwann klar, dass das hier keine Rettung mehr wird, sondern eine Bergung.“

Erst Taucher von der Berufsfeuerwehr Magdeburg, die durch die Zusammenarbeit der Rettungsleitstellen Salzlandkreis und Magdeburg alarmiert wurden und ebenfalls mit einem Boot angerückt waren, konnten den Jungen finden – leblos in sieben Metern Tiefe ohne Schwimmflügel. Obwohl der See so klein ist, ist er in der Mitte tief. Zwar ist der Uferbereich sehr flach, doch ab einer Steinabbruchkante im See geht es mehrere Meter in die Tiefe. „Bis zu 14 Meter“, erklärt Michael Vorwerk.

Taucher finden leblosen Jungen

Ebenfalls im Einsatz waren an diesem Sonntagnachmittag unter anderem Rettungstaucher aus dem Salzlandkreis, die Wasserwacht der DLRG, der Katastrophenschutz des ASB Aschersleben, das Deutsche Rote Kreuz und ein Notarzt. Der konnte aber nur noch den Tod des Jungen feststellen. Wie es zu dem tragischen Unglück kommen konnte, war am Sonntagabend noch unklar. Die Polizei, die ebenfalls vor Ort war – auch um zahlreiche Schaulustige vom See fernzuhalten – hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Familie des Jungen, die ihren Urlaub in Plötzky verbracht hat, stand unter Schock, wurde von einem Notfallseelsorger betreut.