Schönebeck l Für die Wahl zum Schönebecker Oberbürgermeister im Oktober hat ein bisher unbekannter Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen. Der 38-jährige parteilose Felix Leue hat seine Kandidatur angekündigt. „Meine Unabhängigkeit sehe ich als meine Stärke an“, sagte Felix Leue, der als Ingenieur bei der Deutschen Bahn in Magdeburg arbeitet. „Viele Menschen beschweren sich, dass hier in Schönebeck zu wenig passiert. Das möchte ich ändern.“

Wichtige Themen seien für ihn die Jugend, die Verkehrsführung und der Kontakt zur Wirtschaft. „Es geht nicht, dass in Schönebeck Jugendclubs geschlossen werden. Das muss rückgängig gemacht werden“, sagte Felix Leue. Die Innenstadt möchte der parteilose Kandidat vom Durchgangsverkehr befreien, indem die verkehrsberuhigte Zone vom Markt auf die Salzer Straße ausgeweitet wird. Einen Schwerpunkt will Felix Leue auf die Wirtschaftsförderung legen und dafür mit den Unternehmern in der Stadt ins Gespräch. Zudem spreche er sich gegen eine Erhöhung von Hebesetzen und Steuern aus.

Verkehrsberuhigt durch die Salzer Straße?

Zum Thema Bäderlandschaft sagte er: „Wir sollten das Freibad sanieren und eine einfache Schwimmhalle bauen.“ Ähnlich hätte es die SPD vorgesschlagen. „Wir müssen das Thema aber endlich einmal zu Ende bringen und nicht immer wieder neue Gutachten und Arbeitskreise beauftragen“, sagte Felix Leue, der verheiratet ist und drei Kinder hat.

Als erstes hatte Amtsinhaber Bert Knoblauch (CDU) seine Kandidatur für die Oberbürgermeisterwahl im Oktober bekannt gegen. Die Linke will ihn unterstützen. Die AfD hatte Stadtrat Steffen Baumann als Kandidaten bestimmt. Daraufhin war der Fraktionsvorsitzende Olaf Ziem aus der Partei ausgetreten und als unabhängiger Kandidat angetreten. SPD und Bunte Fraktion haben sich bisher nicht geäußert.