17 600 Kita-Kinder und Schüler bis zur 6. Klasse werden im Salzlandkreis amtlich untersucht

Erfreulicher Trend: "Zahnteufel" hat bei zwei Dritteln der Kita-Kinder keine Chance

Von Falk Rockmann

17 600 Kinder von Kindertagesstätten und Schüler bis zur 6. Klasse werden jährlich von den beiden Jugendzahnärztinnen des Salzlandkreises untersucht. Mit Erfolg. Der "Zahnteufel" hat immer weniger zu lachen.

Güsten l "Wir könnten von der Gesetzgebung her sogar bis zur 10. Klasse auf eine jährliche Zahnuntersuchung bestehen", erklärt Jugendzahnärztin Ingrid Frost gestern während der Reihenuntersuchung in der Kindertagesstätte Güst\'ner Spatzen. Aber mehr als die momentan 17 600 Kinder im Alter von Null bis Zwölf in Kindertagesstätten, Grund-, Sekundar- und Sonderschulen sowie Gymnasien bis zur 6. Klasse würden sie im südlichen und ihre Kollegin im nördlichen Teil des Salzlandkreises einfach nicht schaffen.

Derweil sind die Reihenuntersuchungen erforderlich, wie sogenannte Karies-Risiko-Kinder immer wieder zeigen, bei denen teilweise schon Milchzähne gezogen werden mussten. Die Diplom-Stomatologin kann aber erfreut feststellen: "In diesem akuten Bereich ist der Prozentsatz seit 2003 etwa von 26 Prozent auf 19 gesunken. Und insgesamt liegt der Salzlandkreis im bundesweiten Trend, wonach die Zähne der Kita-Kinder besser werden. Etwa zwei Drittel sind gesund."

Ingrid Frost führt das auf mehrere Faktoren zurück. Das beginnt beim täglichen gemeinsamen Zähneputzen in den Einrichtungen, wo sich die Kinder "gegenseitig anstacheln" würden. Auch eine bewusst gesündere Ernährung setze sich immer mehr durch. Heute enthalten im Gegensatz zu DDR-Zeiten fast alle Zahnpasten Fluorid, was den Zahnschmelz festigt. Zudem würden die Eltern mit ihren Schützlingen öfters zur Vorsorge in die Zahnarztpraxen gehen. Zwei Mal im Jahr wird das empfohlen.

Und nicht zu vergessen die Anleitung zum richtigen Zähneputzen, wie es beispielsweise Michaela Kleemann gestern den "Güst\'ner Spatzen" mit dem kräftigen Gebiss einer Pferdepuppe demonstrierte. Zudem kommen zwei Mal jährlich noch Schwestern zur Zahnprophylaxe in die Kindertagesstätten.

Bei den jährlichen Untersuchungen attestieren die Jugendzahnärztinnen den Zustand des Gebisses und empfehlen den Eltern gegebenenfalls, zur Behandlung den Haus-Zahnarzt aufzusuchen.