Jugendcamp

Freunde zwischen Angler- und Lagerfeuerromantik an der Löderburger Laake

Spaß mit Freunden und ein möglichst großer Fang stehen auf der Liste der Erwartungen ganz oben. Die Teilnehmer des 6. Jugend-Angler-Camps genießen die Zeit an der Löderburger Laake noch bis Sonntag.

Von Falk Rockmann 23.07.2021, 14:46
Marvin Boßmann (von links), Dominik Kinne, Philipp Brandt und Max Deubeler lieben das Lagerleben und hoffen als Angelfreunde nicht nur auf den großen Fang, sondern setzen vor allem auf eine schöne gemeinsame Zeit.
Marvin Boßmann (von links), Dominik Kinne, Philipp Brandt und Max Deubeler lieben das Lagerleben und hoffen als Angelfreunde nicht nur auf den großen Fang, sondern setzen vor allem auf eine schöne gemeinsame Zeit. Foto: Falk Rockmann

Löderburg - Beim Angeln darf man sich nicht unterhalten, ist das nicht etwas für Einsame? „Das ist ein Mythos“, schüttelt Max Deubeler (16) den Kopf.

„Als Angler ist man eigentlich nie alleine“, stimmt ihm Marvin Boßmann zu. Da sitze am Ufer eigentlich meistens jemand nebenan. Diese Erfahrung hat der 17-Jährige jedenfalls gemacht, wenn er Angeln geht. Selbst wenn man den Nachbarn nicht kennt, so sei es doch ein Gleichgesinnter.

Diese Angler sind keine Einzelgänger

Und natürlich könne man sich beim Angeln leise unterhalten, erklärt Max.

Worauf freuen sich die begeisterten Angelsportler im Jugendcamp am meisten? „Ich möchte paar große Fische fangen“, verrät Marvin und liegt dabei auf einer Linie mit Max. Der weiß „das Lagerleben allgemein“ zu schätzen. Und ihr Kumpel Dominik Kinne (18) sitzt am liebsten am Lagerfeuer und wertet mit den anderen die Fang-Erlebnisse aus.

Die Freunde machen auf keinen Fall den Eindruck von Einzelgängern. Und auch die zwölf anderen Jugendlichen im Alter von elf bis 18 Jahren nicht, die noch bis Sonntag das Lagerleben an der Löderburger Laake genießen.

Bereits das sechste Mal hat der Sportfischerverein Löderburg 1933 auf sein Vereinsgelände an der Laake zum Jugend-Angel-Camp eingeladen. Voraussetzung für eine Teilnahme sind lediglich der Besitz des Jugendfischereischeins und eine Mitgliedschaft im Verein.

Geselligkeit wird groß geschrieben

Wie das bei einem Lagerleben eben so üblich ist, wird auch bei den Petrijüngern die Geselligkeit immer ganz groß geschrieben. Das beginnt beim gemeinsamen Frühstück an der frischen Luft und reicht bis Angeln bis zum Dunkel werden und schließlich zur Auswertung am Feuer.

„Dabei sind schon viele Freundschaften entstanden“, weiß Sven Kreuschmer. „Lasst uns eine schöne, friedliche Zeit haben, an die wir uns gern erinnern“, wünscht der Jugendwart den Teilnehmern Donnerstagabend bei der Begrüßung im Camp.

Dabei legt er auch Wert darauf, den Eltern zu danken. Zwei Väter unterstützen bei der Betreuung der jungen Angler, vier Mütter sorgen kulinarisch dafür, dass die Jungs an den vier Tagen nicht vom Speck fallen. Das beginnt am ersten Abend gleich mit selbst gemachten Salaten und einer deftigen Gulaschsuppe.

Der Verein kann sich glücklich schätzen, einen Bäcker in seinen Reihen zu haben, so dass auch immer kostenlos für frisches Brot und frische Brötchen gesorgt ist. Andere Eltern bringen günstig Grillgut mit. Fehle eigentlich nur noch jemand bei Gaensefurther, so Kreuschmer, der hervorhebt: „Ohne solche Unterstützung würde so ein Lager nicht funktionieren.“ Und er vergisst dabei auch nicht, den Vereinsvorstand und engagierte Mitglieder zu erwähnen, die rechtzeitig zum Lager das Vereinsgelände auf Vordermann gebracht hatten. „Durch Corona war hier Vieles liegengeblieben“, so der Jugendwart.

Treffen und Gemeinschaftsangeln waren ebenfalls zeitweise tabu. Die individuelle Ausübung des Hobbys dagegen nicht.

Schöne Tage werden genossen

Umso mehr nutzen also bis Sonntag die Campteilnehmer die Chance, ein paar schöne Tage gemeinsam zu verbringen. Sich vielleicht auch das eine oder andere Anglerlatein zu erzählen. Dass man als Angler Schwimmen können sollte, gehört übrigens nicht dazu und ist ernst gemeint. In vergangenen Lagern war der Angelsteg jedenfalls schonmal für den einen oder anderen Sportfreund zu kurz.

Die Betroffenen hatten nicht nur die Lacher auf ihrer Seite, sondern waren auch „natürlich parfümiert“. Ein Vergnügen sei das Baden in der Laake nämlich nicht gerade, verweist Sven Kreuschmer auf das ziemlich eutrophe Gewässer. Eutroph heißt soviel wie nährstoffreich. Damit erübrige sich auch die Frage nach dem Vorhandensein eines Badestrands, so der rührige Jugendwart.

Aber das Lager ist ja auch ein Angelcamp.

Kreuschmer freut sich derweil schon auf das nächste Mal. Für das aktuelle konnte er bereits am ersten Tag eine positive Bilanz ziehen, weil nämlich sechs der Teilnehmer Neuzugänge im Verein sind. Und von rund 300 Vereinsmitgliedern 40 im Jugendalter zu haben, ist schon beachtlich. Sicherlich nicht zuletzt wegen solcher Angebote wie beschrieben.

Auch Lagerfeuer-Romantik macht das Jugend-Anglercamp an der Löderburger Laake aus.
Auch Lagerfeuer-Romantik macht das Jugend-Anglercamp an der Löderburger Laake aus.
Foto: Sven Kreuschmer