Unterschriften

Riesiger Erfolg gegen Verbrennverbot

Die Unterschriftenaktion zur Aufhebung des Brennverbots hat enorme Resonanz.

Von Franziska Richter

Staßfurt/Atzendorf l Anfang Mai hatte Mathias Cosic mit dem Staßfurter Ortsverband der CDU eine Unterschriftenaktion gegen das Verbrennverbot von Grüngut im eigenen Garten gestartet. Schon zum Kirschblütenfest, als Cosic mit seinen Parteikollegen an seinem Firmenstand Unterschriften sammelte, stellte sich ein fulminanter Erfolg ein: Als er auf der Bühne die Unterschriftenaktion verkündete, standen die Leute teilweise Schlange zum Unterschreiben. Offenbar kann jeder, der einen eigenen Garten hat, das Anliegen nachvollziehen: Seit der Salzlandkreis die Grüngutcontainer unter schwere Auflagen gestellt und damit im Prinzip abgeschafft hat, wissen Gärtner und Grundstücksbesitzer nicht mehr wohin mit dem Grünzeug. Das Verbrennen im Garten ist seit einigen Jahren verboten.

Um die 1700 Unterschriften kamen allein beim Kirschblütenfest zusammen. Mittlerweile hat der CDU-Ortsverband Staßfurt mit seiner Idee Unterstützung im gesamten Salzlandkreis bekommen: Die CDU-Ortsverbände Aschersleben, Egeln und Seeland legten ebenfalls Listen aus und sammeln aktuell Unterschriften. Auch die Kleingärtner sind jetzt mit im Boot: Der Regionalverband der Kleingärtner Staßfurt hat ebenfalls an mehreren Standorten Listen ausliegen und unterstützt das Anliegen.

„Alles in allem sind bis jetzt im gesamten Salzlandkreis in etwa 3500 Unterschriften zusammengekommen“, informierte Mathias Cosic gestern die Volksstimme. Politische Führungskräfte haben unterschrieben, so Landtagsabgeordneter Gunnar Schellenberger, der das Thema in den Kreistag einbringen will, Hans-Rüdiger Kosche aus Hecklingen oder Michael Hauschild als Vorsitzender der SPD Staßfurt.

Unterschriftenlisten liegen derzeit aus im CDU-Büro, Theatercafé, beim Regionalverband der Kleingärtner Staßfurt, Landhaus Förderstedt, Cosic Fassaden und Fleischerei Gröning in Atzendorf, Landwirtschaft Wöhler in Glöthe und Udo Laas in Brumby.

Noch einige Wochen soll weitergesammelt werden. Dann will die CDU dem Landrat die Listen offiziell übergeben. Mathias Cosic und die CDU wollen in den Staßfurter Stadtrat einen Antrag einbringen, der den Oberbürgermeister beauftragt, mit dem Landrat darüber zu verhandeln, das Brennverbot aufzuheben. Aktuell diskutiert auch Oberbürgermeister Sven Wagner die Grüngutannahme mit Landrat und Kreiswirtschaftsbetrieb, um eine praktikable Lösung zu finden. Ansinnen der CDU ist, dass jede Gemeinde wieder selbst entscheidet, ob verbrannt wird. „Das Verbrennen soll in den Ortschaften wieder erlaubt werden, in Kernstadt oder Kurorten aber nicht“, so Mathias Cosic, „in Förderstedt könnte man etwa festlegen, dass von Ostern bis Oktober jeden Tag bis auf Sonn- und Feiertage verbrannt werden darf.“