Wohnungsbau

Startschuss für Umbau der Richter-Höfe in Borne gefallen

Windpark-Betreiber und Stararchitekt aus Magdeburg schaffen zunächst zwölf neue barrierefreie Wohnungen in Borne im Salzland.

Von René Kiel
Am vergangenen Freitag fiel in Borne der Startschuss für den Um- und Ausbau der verfallenen Richter-Höfe.
Am vergangenen Freitag fiel in Borne der Startschuss für den Um- und Ausbau der verfallenen Richter-Höfe. Foto: René Kiel

Borne - In der Gemeinde Borne ist der langersehnte Startschuss für den Um- und Ausbau der verfallenen Richter-Höfe gefallen. Bauherr ist der Betreiber des Windparks Borne, die Firma Mdp aus Oldenburg.

„Für dieses Projekt gibt es drei Baugenehmigungen“, sagte Bürgermeister Sven Rosomkiewicz (CDU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Gemeindehaus. Dazu gehöre unter anderem auch der Abriss des hinteren Stalls auf der rechten Seite. Die Denkmalbehörde habe dafür ihre Zustimmung gegeben. Geplant seien dort zunächst zwölf Wohnungen. Davon sollen allein sechs in dem ehemaligen Gutshaus entstehen, dem der Zahn der Zeit schon ganz schön zugesetzt hat.

Es ist geplant, das Gesamtprojekt in mehreren Bauabschnitten umzusetzen. Ziel der Bauherren ist es, die stark in Mitleidenschaft gezogene angrenzende Kirchenruine zu sanieren und die alten Vierseitenhöfe in irgendeiner Weise wieder herzustellen und zu einer attraktiven Anlage mit insgesamt 32 seniorengerechten beziehungsweise generationsübergreifenden Wohnungen um- und ausbauen.

Die Mdp konnte dafür den Magdeburger Stararchitekten Rolf Onnen gewinnen. Ihm schwebt vor, dort statt verfallener Ruinen und einer maroden Dorfansicht neue Wohnungen mit altem historischen Schick zu schaffen. Seine Pläne für den Um- und Ausbau des alten Herrenhauses und der Nebengebäude zu einer attraktiven Wohnanlage stellte er im September 2018 der Öffentlichkeit in einer Gemeinderatssitzung und bei einer Vorort-Besichtigung auch dem Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel (CDU), im März 2019 vor. Der Architekt sieht das Projekt auch als Chance für Borne, möglichst viele neue Einwohner zu bekommen.

Onnen gelang es, Webel als Schirmherrn für diesen historischen Komplex zu gewinnen, zu dem auch die Kirche des ehemaligen Ortsteils Bisdorf gehört. „Die Firma Mdp und Rolf Onnen haben für dieses Vorhaben eigens eine GmbH gegründet“, berichtete der Bürgermeister. Als regionaler Finanzierungspartner habe man die Salzlandsparkasse gewinnen können.

Rosomkiewiczs Worten zufolge sollte der Minister heute in Borne sein, um sich über den Fortgang zu informieren. Er habe aber wegen eines anderen wichtigen Termins kurzfristig absagen müssen, sagte der Bürgermeister der Volksstimme. Webel, der mit der Bildung der neuen Landesregierung aus der aktiven Politik ausscheidet, habe aber zugesichert, sich darum zu bemühen, dass seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernimmt.

„Hier handelt es sich einschließlich der Kirche um ein rund 8000 Quadratmeter großes Areal mitten im Ort. Das gammelt schon fast 25 Jahre vor sich hin“, sagte Rosomkiewicz, der von einem Schandfleck sprach. Er lobte das Engagement der Firma Mdp für ihr Engagement. Sie engagiere sich schon lange in Borne.

Was die Weiterführung des Baugeschehens an diesem Standort anbelangt, müsse man schauen, wie es dort weiter gehe. Das hänge vom Wohnungsbedarf ab, fügte das Ortsoberhaupt hinzu. Die ersten Bewerbungen von potenziellen Mietern lägen im Gemeindebüro bereits vor, sagte der Bürgermeister der Volksstimme.

Rolf Onnen
Rolf Onnen
Foto: R. Kiel