DRK-Seniorenheim in Hecklingen bietet regelmäßig Fachvorträge an

Urania-Mitarbeiter erklären Südfrüchte

Von Thomas Höfs

Das Seniorenheim des Deutschen Roten Kreuzes in Hecklingen ist immer um Abwechslung bemüht. Interessante Veranstaltungen sollen die Bewohner am Leben teilhaben lassen.

Hecklingen. Auch wenn die Bewohner des Seniorenheimes nicht mehr häufig allein in den Supermarkt gehen, interessiert es sie doch, wie sich das Angebot an Früchten verändert hat. Diesem Thema widmete sich vor kurzem ein Vortrag der Staßfurter Urania.

Deren Mitarbeiter brachten einen ganzen Korb voller Südfrüchte mit. Gemeinsam versuchten die Urania-Mitarbeiter mit den Senioren zu ergründen, um welche Früchte es sich dabei handelt und wo sie angebaut werden.

In den Supermarktregalen sind die Jahreszeiten an den Obstständen nicht mehr zu sehen. Ganzjährig gibt es fast alle Obstsorten. Rund um die Erde sind die Früchte mittlerweile unterwegs. Nicht nur Bananen sind davon betroffen. Ananas ist ebenso zu einem billigen Obst geworden.

Allerdings gibt es auch Früchte, mit denen viele noch nicht allzu viel anfangen können. Um was es sich dabei handelt und wie die Früchte gegessen werden, das erläuterten die Urania-Mitarbeiter.

Damit der Vortrag nicht zu theoretisch geriet, gab es im Anschluss eine große Verkostung. "Der Vortrag kam bei unseren Heimbewohnern sehr gut an", freute sich Heimleiterin Renate Liedtke.

Vor allem die Frauen interessierten sich für die Frucht- sorten. In dem mit 102 Bewohnern ausgelasteten Heim überwiegen die Frauen. Vorträge, in denen es um das Kochen oder Basteln geht, sind bei den Bewohnern sehr beliebt. Regelmäßig sind die Mitarbeiter der Urania in der Einrichtung deshalb zu Gast.

Heimische Rezepte wurden bereits behandelt und viele Heimbewohnerinnen konnten mit ihren Erinnerungen einiges dazu beitragen, dass die heimische Küche erhalten bleibt. Gern beschäftigen sich die Senioren mit der Dekoration zur Vorbereitung von Festen. Hierzu bietet die Urania ebenfalls Vorträge an.

Allerdings, so Renate Liedtke, wollen die Bewohner nicht alle Themen. So habe die Urania auch einen Vortrag zur Benutzung von Handys oder Computern im Angebot gehabt. Hierzu sei das Interesse sehr gering gewesen, erinnert sich Renate Liedtke. "Dafür sind unsere Heimbewohner zu alt, als dass sie sich dafür noch interessieren. Außerdem sind die Geräte zu kompliziert für ältere Menschen." Im Abstand von zwei Monaten schauen die Urania-Mitarbeiter in der Senioreneinrichtung vorbei. "Alle Heimbewohner freuen sich immer auf die unterhaltsamen und spannenden Beiträge", beschreibt Renate Liedtke. "Die Urania ist eine schöne Einrichtung, die uns viele Dinge des täglichen Lebens erklären kann. Außerdem beschäftigt sie sich mit der regionalen Geschichte – ein Thema, welches die Bewohner ebenso brennend interessiert." Vor allem die Heimatgeschichte rund um Staßfurt sei für die Bewohner immer wieder faszinierend und spannend. Außerdem haben viele Bewohner die jüngere Geschichte hautnah miterlebt", berichtet Renate Liedtke.