Straßenbau

Wann rollen Baumaschinen an?

Seit Jahren gilt kurz vor Groß Börnecke Tempo 30. Die Straße war abgesackt. Seit Dezember sind 2,2 Millionen Euro für die Sanierung sicher.

Hecklingen l Wann sollen einer vom Landkreis im Dezember verkündeten frohen Botschaft öffentlich sichtbare Taten folgen? Diese Frage kommt aktuell in der Stadt Hecklingen auf. Kurz vor Weihnachten wurde während eines Pressetermins mit Landrat Markus Bauer (SPD) bekannt gegeben, dass der Salzlandkreis 2,2 Millionen Euro vom Land Sachsen-Anhalt erhält und die vom Altbergbau geschädigte Kreisstraße zwischen Hecklingen und Groß Börnecke sanieren kann (Volksstimme berichtete).

Seit Jahren gilt kurz vor der Ortslage Tempo 30, nachdem die Fahrbahn auf mehreren hundert Metern abgerutscht war. Im Acker daneben sackten die Erde an mehreren Stellen ab. Kreisrunde Löcher taten sich auf.

Ein Bürger hat sich dazu Anfang Januar gemeldet und im Rathaus nachgefragt, wann die Reparatur der Straße beginnen kann. Er hat dazu eine öffentliche Plattform im Internet genutzt. Es handelt sich um den Mängelmelder der Stadt Hecklingen, der über die Internetseite der Verwaltung (www.stadt-hecklingen.de) unter der Rubrik „Sag es uns einfach“ genutzt werden kann. „Der Streit Bergbauamt gegen Straßenbauamt ist doch schon lange beigelegt. Der Plan für Straßenbau Sachsen Anhalt steht, und wo bleibt diese Maßnahme?“, fragt der anonyme Hinweisgeber.

Die Volksstimme hat beim Landkreis nachgefragt, wann mit der Umsetzung begonnen werden soll. Dazu heißt es aus Bernburg: „Es wird wohl noch bis zum Sommer dauern, ehe der Bau beginnen kann.“

Bleibt zu fragen, was auf Autofahrer zukommt? Fest steht, dass die Kreisstraße vermutlich über einen längeren Zeitraum komplett dicht sein wird. Der Landkreis bestätigt die Vollsperrung und begründet, dass das bautechnisch nicht anders möglich sein wird. „Zur erforderlichen Umleitung laufen bereits Abstimmungen. Wie üblich hat der ÖPNV dabei Priorität.“

Vorher wird der Kreiswirtschaftsbetrieb (KWB) die Leistungen ausschreiben und der Kreistag muss grünes Licht zur Vergabe geben.

„Die Bürger, die nachfragen, müssen oder können sich also noch etwas gedulden, ehe sich der Verkehr dort wegen des Baus ändert“, heißt es.

Geplant ist, dass der abgesackte Bereich über eine Länge von rund 460 Metern grundhaft und nachhaltig ausgebaut wird. An der Einmündung Zufahrt Jakobsgrube soll die Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer begrenzt werden. „Sechs Meter Fahrbahnbreite ermöglichen ein sicheres Begegnen von Pkw, Lkw und Bussen. Die Bushaltestellen an der Einmündung Jakobsgrube bleiben erhalten, werden unter Verkehrssicherheitsaspekten neu angeordnet“, teilt der zuständige Leiter des Kreiswirtschaftsbetriebs, Ralf Felgenträger, in einer Mitteilung des Salzlandkreises mit. „Ziel des gesamten Ausbaus ist es, die Schäden aus dem Altbergbau zu sanieren, den Fahrbahnzustand zu verbessern und die Dauerhaftigkeit durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen gegen weitere Tagesbrüche zu gewährleisten. Die Risiken aus dem Altbergbau sollen auf ein Minimum reduziert werden“, informiert der Salzlandkreis.