Stendal (dly) l Die Rasenmahd im Sommer, das Laub im Herbst – zur Entsorgung haben bisher viele Einwohner die beiden Karten aus dem Abfallkalender genutzt, mit denen jeweils ein Kubikmeter Grünabfall kostenlos auf einem der Recyclinghöfe des Landkreises entsorgt werden kann. Das sollte nach den ursprünglichen Planungen abgeschafft werden – wegen der Gerechtigkeit und auch, um keine Fehlanreize zu schaffen, weil die Biotonne bezahlt werden muss. Darum waren Gebühren vorgeschlagen worden, für Gartenabfälle sowie Baum- und Strauchschnitt zum Beispiel 0,50 Euro pro Sack einer Kleinmenge von 100 Litern oder vier Euro für ein Kubikmeter Grünabfall (bei Anlieferung).

Dieser Vorschlag stieß bei den Mitgliedern des Umwelt- und des Kreisausschusses auf wenig Gegenliebe. Sie sprachen sich dafür aus, dass es weiter zwei „Freikarten“ für die Grünabfall-Entsorgung geben soll. Ein wichtiges Argument: In vielen Fällen übernehmen Einwohner im Zuge der Straßenreinigungspflicht die Entsorgung von Laub, das von kommunalen Bäumen auf Gehwege und Straßen fällt. Der Vorschlag zur Finanzierung: Die ursprünglich angesetzte neue Grundgebühr je Einwohner von 30,36 Euro wird um 0,36 Cent auf neu 30,72 Euro erhöht. So steht es nun im aktuellen Satzungsentwurf für den Kreistag.

In den vergangenen Jahren waren jeweils gut 13 000 Karten für die Anlieferung von Grünabfall genutzt worden, informierte ALS-Geschäftsführer Hendrik Galster. Dabei kamen zirka 1100 Tonnen zusätzlicher Grünabfall zusammen.