Döbbelin l Mit einem Familientag wollte die Familie von Bismarck in diesem Jahr ihre 750-jährige Geschichte in der Altmark feiern, denn nachweislich seit 1270 sind die Bismarcks in Stendal ansässig. Wegen Corona wurde das Wiedersehen ins kommende Jahr verschoben. Von den weltweit aktuell mehr als 350 Familienmitgliedern hatten sich gut 160 für die Jubiläumsveranstaltung angemeldet.

Meike Droste in Birkholz

Ein bisschen wird das Jubiläum aber doch gefeiert, denn auch 2020 laden die Altmark-Festspiele zur Veranstaltungsreihe „Sommermusik in den Bismarck-Häusern“ ein. Wie in den Vorjahren werden hochkarätige Künstler in Döbbelin, Birkholz bei Tangerhütte und Welle auftreten – alles Orte, in denen Mitglieder der Familie von Bismarck nach der Wiedervereinigung wieder heimisch geworden sind.

Nach langer, coronabedingter Konzertpause starten die Altmark-Festspiele am Sonnabend, 15. August, um 19 Uhr im Park des Schlosses Döbbelin. Unter dem Titel „Con fuego im Grünen“ spielt das Duo „con energía“ mit Laura Lootens (Gitarre) und Konstantin Bruns (Violoncello) sein Programm mit temperamentvoller Musik von Komponisten aus Spanien, Argentinien und Brasilien.

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Eine Woche später, am 22. August, tritt die bekannte Fernseh- und Theaterschauspielerin Meike Droste im Garten des Birkholzer Gutshauses auf. Beginn ist um 18 Uhr. Am Flügel wird sie von Reinhard Seehafer, Intendant der Altmark-Festspiele, begleitet. Beide versprechen einen Konzertabend mit Geschichten aus Film, Oper und Theater und Musik von Ennio Morricone, Erik Satie, Gija Kantscheli und Nino Rota. „Lachen und Weinen“ ist der Abend betitelt. „Auch als Metapher für die pandemiebedingte Zeit“, sagt Carmen Seehafer vom Festspielbüro. Meike Droste ist schon eine feste Größe bei den Altmark-Festspielen, war unter anderem im vergangenen Jahr in Salzwedel im Oratorium „Jeanne d’Arc au bûcher“ zu erleben. Im Volksstimme-Gespräch hatte die Schauspielerin damals erklärt, dass sie begeistert vom Format der Altmark-Festspiele – im ländlichen Raum Kultur an besondere Orte zu bringen – und gern bereit sei, in den kommenden Jahren zusammen mit dem Ehepaar Seehafer weitere Auftritte anzugehen.

Letztes Sommerkonzert in Welle

Das dritte und letzte Sommerkonzert für dieses Jahr findet am Sonntag, 30. August, ab 16 Uhr in der Scheune des Landgutes Welle statt. Dort wird die junge Pianistin Leonie Rettig einen ganz besonderen Abend zum Beethoven-Jubiläum spielen. Es erklingen die berühmten Klaviersonaten von Beethoven „Mondschein“, „Waldstein“, „Pathétique“ und „Appassionata“ in einem Konzert. Der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim bescheinigte der Pianistin eine „unerhörte Musikalität“, als sie ihm im Alter von 14 Jahren vorspielte.

Eintrittskarten (28 Euro) können ausschließlich telefonisch unter der Nummer 03907/776 38 80 oder online www.altmarkfestspiele.de erworben werden. Ohne vorherige Anmeldung erfolgt kein Einlass. Es besteht Mundschutzpflicht, bis der Sitzplatz eingenommen wurde. Der Einlass beginnt jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.