Stendal l Der Oberbürgermeister soll prüfen, ob Stendal am System Refill Deutschland teilnimmt. So sieht es ein Antrag vor, den die Fraktion Die Linke-Bündnis 90/Die Grünen in die Sitzung des Stadtrates am kommenden Montag, 18. Fe­bruar, einbringen wird. „Es gibt viele Wege zur Vermeidung von Plastikmüll“, schreibt Fraktionsvorsitzender Joachim Röxe im Antrag. Refill stehe für Umweltschutz, Müllvermeidung, für das Prinzip Leitungswasser ist Trinkwasser und für kostenfreies Leitungswasser an allen Orten mit dem Refill-Aufkleber an der Tür.

Im März 2017 wurde das Projekt Refill in Hamburg gestartet und ist inzwischen zu einer deutschlandweiten Bewegung geworden. Vorbild für das Projekt ist Refill Bristol, wo das Projekt schon seit 2015 läuft. Läden mit dem Refill-Aufkleber am Fenster oder an der Tür füllen kostenfrei Leitungswasser in mitgebrachte Wasserflaschen. Hinter dem System steckt ehrenamtliches Engagement. „Die Hansestadt Stendal sollte mit gutem Beispiel vorangehen und prüfen, ob stadteigene Institutionen sich an diesem Projekt beteiligen können“, fordert Röxe.

Magdeburg Vorreiter

Auch in Sachsen-Anhalt gibt es bereits Städte, die mitmachen. Im September 2017 ist das System in Magdeburg angekommen. Als Förderer konnten die Stadtwerke Magdeburg gewonnen werden, die finanziell beim Druck der Aufkleber unterstützt haben. Gleich zum Start waren zehn Stationen dabei.

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Und auch am Harzrand ist Refill zu finden. Seit Anfang April vergangenen Jahres können Halberstädter in teilnehmenden Einrichtungen ihre mitgebrachte Flasche mit Leitungswasser auffüllen lassen. Oberbürgermeister Andreas Henke (Die Linke) hat dort die Kosten für die Aufkleber übernommen. 13 Stationen gibt es mittlerweile in und um Halberstadt, sie haben sich recht zügig dem System angeschlossen– dazu zählen Geschäfte, aber auch andere Einrichtungen wie die Bahnhofsmission.