Liste der Ausgezeichneten

Von der Hansestadt Stendal wurden folgende Ehrenamtliche ausgezeichnet:

Alexander Goletz (Freiwillige Feuerwehr Stendal)

Luca Kühn (Jugendfeuerwehr Heeren)

Frank Oelze (Stadtjugendwart der Feuerwehr Stendal)

Bernd Reinecke (Sitzballer des BRS SV Stendal)

Peter Frauendienst (Gründungsmitglied des BRS SV Stendal)

Manfred Schulz (Stendaler KC)

Gudrun Walinda (Kulturpatin für ein Kind)

Ekkehard Reichineck ("Kleine Markthalle")

Andreas Große ("Kleine Markthalle")

Wilhelm Lühe (Ortschaftsrat Dahlen)

Martina Mann (Weißer Ring)

Gisela Raspe (Weißer Ring)

Detlef Frobel (Gremien und Organisationen der Kirche)

Nicole Pommerenke (Frauenverein Groß Schwechten)

Wolfgang Kruse (Stadtseniorenrat)

Vom Landkreis Stendal wurden die folgenden Ehrenamtlichenausgezeichnet:

Daniel Köhler ( Feuerwehr Osterburg)

Reiner Bissinger (Kreveser SV)

Sabine Schiddel (Seniorenbeauftragte Osterburg)

Kerstin Musche (Bürgermeisterin Neukirchen)

Dirk John (Wehrleiter Wanzer)

Claudia Güldenpfennig (Verein Landerlebnis Elbtalauen, Buch)

Helke Werner (Selbsthilfegruppe Wachkomapatienten, Tangermünde)

Ursula Rensmann (Stadtrat Warnau)

Klaus Heidrich (Förderverein Naturschutz im Elb-Havel-Winkel, Havelberg)

Heinz-Werner Pfister (Heimatverein Goldene Laus, Bismark)

Vera Völtzke (Mediakulturkreis Kläden)

Jürgen Franke (Gemeindekirchenrat Deetz)

Janine Pultermann (Kinderwartin Feuerwehr Schönhausen)

Mandy Schäler (Kinder- und Jugendwart Feuerwehr Sandau)

Steffen Braunschweig (Preußen Schönhausen)

Gerd Lamberts (Freundeskreis Kirchenorgel Arneburg)

Maren Schlemmer (Ev. Jugendkirche, Goldbeck)

Wolfgang Trösken (stellvertretender Bürgermeister Werben)

Eva-Maria Herbst (Ortschronistin Jerchel)

Dieter Herbst (Ortschronist Jerchel)

Edda Ahrberg (Bürgermeisterin Cobbel)

Karl-Heinz Schulz (Vorsitzender Marinekameradschaft Blaue Jungs, Tangerhütte)

Christine Härtel (Integrationslotsin, Tangermünde)

Helga Zielke (Landesseniorenvereinigung, Tangerhütte)

Wolfgang Bendisch (Kreisschützenverband, Seehausen)

Peter Riebeseel (Landesverband Kleingärtner, Stendal)

Manfred Meckel (Kreisverband Kleingärtner, Stendal)

Der Pressesprecher des Landgerichtes, Michael Steenbuck, erklärte: Im Bezirk des Landgerichts Stendal sind 783 Personen als ehrenamtliche Richter tätig, und zwar in Strafsachen (682), Landwirtschaftssachen (10), Handelssachen (8) und Arbeitssachen (83). Hinzu kommen 63 vorgerichtlich handelnde Schiedsleute sowie zahlreiche gerichtlich bestellte Betreuer und Helfer für Straffällige.

Außerdem wurden stellvertretend 21 Personen für die Justiz persönlich geehrt. Steenbuck: "Nach nochmaliger Erörterung mit meinem Präsidenten verzichten wir wegen datenschutzrechtlicher Bedenken darauf, die Namen der Betroffenen mitzuteilen. Nach der DSGVO bräuchten wir ein ausdrückliches Einverständnis, das wir nicht in angemessener Zeit einholen können. Ich bitte um Verständnis."

Stendal l Das Stück, das Felix Hünemöller auf der Trompete begleitet von Benjamin Ullrich zum Auftakt der Zeremonie spielte, passte schon sehr gut: "All of me". Denn zumeist geben Ehrenamtliche alles von sich und dafür sollten einige von ihnen am Mittwochabend im Saal 218 des Landgerichtes geehrt werden. Die Hansestadt Stendal, der Landkreis und das Landgericht hatten jeweils Kandidaten ausgewählt, die eine Auszeichnung verdient hatten. Und das aus einer ziemlich großen Menge.

"25?000 der 113?000 Einwohner des Landkreises Stendal sind ehrenamtlich aktiv", schätzte Landrat Carsten Wulfänger (CDU). Und an die Ehrenamtler gerichtet: "Sie bereichern die Gesellschaft unendlich." Der Dank müsse auch den Familien gelten, denn wenn die nicht einverstanden wären, könnten die Ehrenamtlichen nicht ihrer Tätigkeit nachgehen.

Szenarien ohne Freiwillige

Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) meinte, man könne vor dem Ehrenamt nicht oft und tief genug den Hut ziehen. Was würde ohne die freiwilligen Helfer alles nicht funktionieren: die Brandbekämpfung, das Sporttraining für Kinder, das Kümmern um ältere Menschen.

Landgerichtspräsident Frank Böger hatte Helmut Kohl bemüht, der einst gesagt hatte: "Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben, wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar."

Justizministerin lobte

Als Festrednerin war Sachsen-Anhalts Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) gewonnen worden. "In der Altmark lebt das bürgerschaftliche und das ehrenamtliche Engagement", stellte sie fest. Oft werde die Frage gestellt, warum dieses Engagement der Staat nicht hauptamtlich übernehme. "Weil er es nicht kann", gab sie die Antwort. Dem Staat fehle allein schon die Vielfalt an Ideen, er könne nur regeln, wenn es zu Missständen käme. Und der Staat würde sich auch schwertun beim Setzen der Prioriäten, wie sollte das Engagement in der Stadt zu dem auf dem Land gewichtet werden? Und noch einmal gab es Lob für die guten Geister aus der Region: "Es ist bewundernswert, wie die Altmark zusammensteht." Mit "Have yourself a merry little Christmas" klang die Veranstaltung aus und stimmte auf das Weihnachtsfest ein.