Stendal l In der Nacht vom 16. April zum 17. April, irgendwann zwischen 22.30 Uhr und 6 Uhr, verschwindet ein VW T5 aus der Fichtestraße. Der Kleintransporter, weiß mit schwarzem Dach und schwarzen Felgen, wird augenscheinlich gestohlen. Die Polizei fahndet nach dem Fahrzeug, das bei Dieben beliebt zu sein scheint.

Bei Autodieben beliebt

Das bestätigt auch Dirk Marscheider, Pressesprecher des Stendaler Polizeireviers. Groß, solide gebaut, praktisch und dementsprechend teuer, das sind die Attribute, die dem Kleintrasporter (auch in der Kleinbusvariante zu haben) zugeschrieben werden. In diesem Fall registriert die Polizei so auch einen Schaden in Höhe von rund 30.000 Euro.

Eine Tag später, am frühen Abend des 18. April, einen Kilometer westlich und ebenfalls im Stadtseewohngebiet wird eine Gruppe Jugendlicher dabei beobachtet, wie sie sich in der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße an einem blauen Pkw Ford zu schaffen macht. Als die jungen Leute versuchen, das Auto vom Parkplatz zu schieben, wählen Zeugen des Geschehens die Nummer der Polizei.

Die Beamten treffen die jungen Leute zwar nicht mehr an, stellen aber fest, dass die Nummernschilder des Ford bereits „entstempelt“ sind. Das Auto wird stillgelegt, sprich so gesichert, dass es vorerst nicht mehr von der Stelle bewegt werden kann. So zumindest glaubt die Polizei. Am nächsten Tag ist auch dieses Auto verschwunden.

Im Reich der Spekulationen

Ob es sich um einen Diebstahl handelt (angezeigt wurde ein solcher nicht), oder die Jugendlichen das Auto zuvor bereits genutzt hatten und das wieder tun wollten oder aber in irgend einen anderen Bezug zu dem Fahrzeug standen beziehungsweise stehen, gehört ins Reich der Spekulationen.

Dorthin verweist der Polizeioberkommissar Marscheider übrigens auch Vermutungen, dass zwischen beiden Taten ein Zusammenhang bestehen könnte, gar eine Jugendbande in Stendal unterwegs sei, um Autos zu stehlen. „Kriminalpolizeilich ist in dieser Richtung in Stendal nichts bekannt“, so Marscheider.