Begegnungsstätte eröffnet

Awo-Frauen aus Tangermünde nutzen Corona-Pause effektiv

Die Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt in Tangermünde ist wieder geöffnet. Für den Neustart in das kreative und gesellige Miteinander hatte das Team um Petra Kampf und Anita Spörer einiges in Bewegung gesetzt.

Von Anke Hoffmeister
Stolz präsentieren die Frauen den mit neuem Fußboden und gemalerten Wänden gestalteten Tangermünder Treffpunkt. Zur Eröffnung dabei waren Margot Thalmann (von links), Renate Andrews, Christine Pfaff, Johanna Schmücker, Anita Spörer, Petra Kampf und Andrea Schüler (vom Awo Kreisverband Kalbe).
Stolz präsentieren die Frauen den mit neuem Fußboden und gemalerten Wänden gestalteten Tangermünder Treffpunkt. Zur Eröffnung dabei waren Margot Thalmann (von links), Renate Andrews, Christine Pfaff, Johanna Schmücker, Anita Spörer, Petra Kampf und Andrea Schüler (vom Awo Kreisverband Kalbe). Fotos: Anke Hoffmeister

Tangermünde - Ein halbes Jahr mussten die Türen geschlossen bleiben. Ein halbes Jahr lang gab es vor allem für die älteren Menschen, die regelmäßig Gast in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt waren, keinen Anlaufpunkt. „Das war für die älteren Herrschaften eine sehr lange Zeit, eine traurige Zeit“, erzählt Anita Spörer. Zusammen mit Petra Kampf hat sie die Regie in der Begegnungsstätte am Eulenturm. Immer, wenn sie jemanden in der Stadt getroffen habe, der die Schließung bedauerte, habe sie ihm Mut gemacht, sich zumindest mit einem weiteren aus dem Treffpunkt zu verabreden, um nicht allein zu sein und Gedanken austauschen zu können.

Gemeinsam angepackt

Diese monatelange Einsamkeit ist jetzt vorüber. Seit Montag dieser Woche sind die Türen der Begegnungsstätte wieder offen. Montags bis donnerstags von 13 bis 18 Uhr findet hier all das statt, was es auch „vor Corona“ gegeben hat – zur Zeit aber noch mit kleinen Einschränkungen. „Die Angebote stehen für alle Geimpften, Genesenen oder Getesteten zur Verfügung“, erklärt Christine Pfaff. Allerdings passe sich auch das Team den stetigen, vom Land geänderten und erlassenen Regelungen an.

Damit die Platzkapazität nicht überschritten wird, werde vorerst auch darum gebeten, sich vor einem Besuch telefonisch anzumelden. So könne genau geplant und niemand müsse wieder nach Hause geschickt werden.

Wer ab sofort die Begegnungsstätte besucht, das alte Bild kennt und jetzt durch die Eingangstür tritt, wird sofort die Veränderungen wahrnehmen. „Wir haben die vergangenen Monate nicht mit Traurigsein verbracht, sondern die Begegnungsstätte in neuem Licht erscheinen lassen“, sagt Christine Pfaff. Das Team, das dabei kräftig mit angepackt hatte, steht mit berechtigtem Stolz auf neuem Fußbodenbelag in einem frisch gemalerten und mit neuen Möbeln ausgestatteten Raum.

Viele Unterstützer

„Wir hatten viele Unterstützer und Förderer“, berichtet Petra Kampf. So habe der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt mit Sitz in Kalbe den Fußbodenbelag gesponsert. Der Vermieter der Räume habe die Frauen bei ihrem Vorhaben tatkräftig unterstützt. „Dafür sind wir allen sehr dankbar“, betont sie.

Nicht zuletzt hatte auch die Stadt Tangermünde im vergangenen und in diesen Jahr einen großen Anteil daran, dass dieser Treffpunkt erhalten werden kann. Im Rahmen der Vereinsförderung hatte die Awo-Begegnungsstätte 2020 einen Zuschuss von 4000 Euro und in diesem Jahr von 4800 Euro erhalten. „Ein großes Dankeschön an die Stadt dafür“, so Christine Pfaff am Montag. Amtsleiterin Anka Bertkau, die zur Wiedereröffnung eingeladen worden war, machte deutlich, dass es sich bei diesen Beträgen um eine einmalige Unterstützung gehandelt habe.

Das ist den aktiven Frauen auch bewusst. Sie hatten zu „normalen“ Zeiten auch keine Sorge damit, die monatliche Miete für die Begegnungsstätte zahlen zu können. Doch nachdem im vergangenen Jahr und auch in diesem ersten Halbjahr kaum kreative Angebote stattfinden konnten und auch die Märkte und Veranstaltungen abgesagt worden waren, bei denen die Awo mit einem eigenen Stand dabei sein und Einnahmen erzielen konnte, wurde es eng um die Zukunft dieses Treffpunkts.

Bei Interesse anmelden

Mit den vielen positiven Zeichen von allen Seiten in der Hinterhand hatten sich die Frauen in den vergangenen Monaten dazu entschlossen, die Begegnungsstätte am Eulenturm attraktiver zu gestalten. „Das haben wir im Team gewuppt“, berichtet Petra Kampf. „Wir haben geputzt, geschrubbt und geräumt. Wir freuen uns, dass jetzt Senioren und Kinder wieder zu uns zum Töpfern und Malen kommen können.“

Die Freude über die Wiedereröffnung nach so vielen Monaten Pause war zu spüren und sollte auch gefeiert werden.
Die Freude über die Wiedereröffnung nach so vielen Monaten Pause war zu spüren und sollte auch gefeiert werden.
Foto: Anke Hoffmeister

Auch Johanna Schmücker vom Awo-Team ist stolz auf das Erreichte. „Es ist ein richtiges kleines Wohnzimmer geworden“, freut sie sich mit Blick in den neu gestalteten Raum.

Wer beim Töpfern, Malen, Nähen, Kartenspielen oder Handarbeiten dabei sein möchte, wird gebeten, sich montags bis donnerstags von 13 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 039322/39 88 58 anzumelden. Außerdem wird es allen Awo-Mitgliedern möglich sein, die Begegnungsstätte für Familienfeiern zu nutzen, sobald es die gesetzlichen Bestimmungen wieder zulassen.