Stendal l Geschenke verpacken, Getränke und Imbiss vorbereiten, alles für einen reibungslosen Ablauf vorbereiten – während viele Frauen und Männer das am 23. Dezember nachmittags daheim für die Festtage und die erwarteten Gäste gemacht haben, taten es auch fünf Frauen vom Stendaler DRK-Ortsverein. Ehrenamtlich, wie seit vielen Jahren. Freundlich und mit viel Elan, wie immer bei den Blutspendeterminen.

„Wir sind eine hochmotivierte Mannschaft“, fasste es Monika Brinckmann-Büttner, Leiterin des Stendaler Ortsvereins, zusammen. An diesem Tag vor Heiligabend hatte sie Erika Bittkau, Natascha Kats, Bärbel Wachtel und Christine Ahl an ihrer Seite, die sich um den Service und die Anmeldung kümmerten. Für die Stendaler Blutspenden gibt es drei Teams, die sich abwechseln. „Das Ehrenamt kann man gar nicht bezahlen, aber wir alle machen es sehr gern“, so Monika Brinckmann-Büttner.

Lunchpakete statt Kartoffelsalat

Dass sie am 23. Dezember besonders viel zu tun haben werden, wissen die Frauen. Denn seit Jahren gehören die Termine vor Weihnachten und vor dem Jahreswechsel zu den besucherstärksten. Im vergangenen Jahr waren es am 23. Dezember 174 Blutspender. Mit 130 in diesem Jahr (darunter sieben Erstspender) wurde der Wert zwar nicht erreicht, er liegt dennoch ganz weit oben in der Tabelle der bisher 26 Blutspende-Termine des DRK in Stendal in diesem Jahr.

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Wenn der Termin am 29. Dezember gelaufen ist, kann der Stendaler Ortsverein wieder auf 27 Termine zurückschauen – eine seit Jahren konstante Anzahl. Allein im November hatte es vier Termine gegeben. Vor der letzten Möglichkeit am morgigen Dienstag liegt die Gesamtspenderzahl für dieses Jahr schon bei 2100. „Trotz Corona haben wir gleichbleibende Zahlen“, freut sich die Ortsvereinsvorsitzende.

Am Mittwoch bereiteten die DRK-Ehrenamtlichen nicht nur Lunchpakete – Kartoffelsalat und Würstchen durften wegen der Corona-Hygieneauflagen diesmal nicht aufgetischt werden – und Getränke für die Spender vor, sondern ein Geschenk für jeden. „Sonst haben wir das in Form einer Tombola gemacht, dieses Mal kann sich jeder etwas aussuchen“, erklärte Monika Brinckmann-Büttner. Es wurden Geschenktüten gepackt für Frauen und Männer, es gab Süßes und Herzhaftes wie französische Salami, Gutscheine zum Beispiel fürs Kino oder zum Tanken, Kosmetik und anderes, um den vielen Blutspendern eine Freude zu machen. Und um sich zu bedanken.

Für viele Patienten lebenswichtig

Denn Blutspenden sind auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen erlaubt, notwendig und für viele Patienten lebensnotwendig, sagte Franziska Schütz, Sprecherin des DRK-Kreisverbandes „Östliche Altmark“. Die beiden letzten Termine würden zum Beispiel auch dazu dienen, „den Bedarf an Blutpräparaten über die Feiertage zu decken. Viele Patienten sind dauerhaft auf Blutpräparate angewiesen.“ Einzelbestandteile wie Blutplättchen sind zum Beispiel für Patienten während einer Chemotherapie wichtig.

Alle Termine des DRK-Blutspendedienstes laufen nach einem strengen Sicherheitskonzept ab. Das beginnt mit dem Fiebermessen gleich beim Betreten des Gebäudes und der Desinfektion der Hände, alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter sowie Spender tragen einen Mund-Nasen-Schutz, die Spende-Liegen werden mit Abstand aufgebaut. Um den Aufenthalt zu verkürzen, wird der Imbiss als Lunch­paket mitgegeben. Das lief am 23. Dezember trotz großer Spenderzahl, aber wegen guter Vorbereitung problemlos im Winckelmann-Gymnasium.

Der letzte Blutspende-Termin 2020 des DRK in Stendal ist am Dienstag, 29. Dezember, von 15 bis 19.30 Uhr im Winckelmann-Gymnasium, Westwall 26 (Zugang von der Hofseite). Für jeden Spender gibt es traditionell eine Flasche Sekt – zum Anstoßen aber erst nach der Spende und außerhalb des Blutspende-Lokals.