Radwegneubau

Bördeort Burgstall will mit neuer Fahrradtrasse langersehnte Anbindung an die Altmark schaffen

Zwischen Burgstall und Uchtdorf soll so bald wie möglich ein straßenbegleitender Radweg gebaut werden. Die Gemeinde Burgstall will dafür Fördergeld beantragen und hofft darauf, dass die Nachbargemeinde Tangerhütte bei dem Projekt mit einsteigt.

Von Birgit Schulze
Carsten Miehe, Andreas Brohm und Michael Grupe an der Gemarkunsgrenze zwischen Uchtdorf ud Burgstall. Hier soll der Radweg künftig verbinden.
Carsten Miehe, Andreas Brohm und Michael Grupe an der Gemarkunsgrenze zwischen Uchtdorf ud Burgstall. Hier soll der Radweg künftig verbinden. Foto: Birgit Schulze

Burgstall/Uchtdorf

Seit mindestens 20 Jahren würden die Bewohner von Burgstall im Landkreis Börde gerne auch die schönen Radwanderwege in der Altmark nutzen. Es fehlt bisher aber eine eigene Radfahrertrasse zwischen ihrem Dorf und dem Nachbarort Uchtdorf. Das soll sich nun mit Fördergeld ändern – wenn Tangerhütte beim geplanten Radwegneubau mitmacht.

Carsten Miehe (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Burgstall, hat jetzt nicht zum ersten Mal das Gespräch mit der Nachbarregion gesucht, allerdings ist diesmal einiges anders: Fördergeld aus dem Programm „Stadt-Land“ für einen Radwegneubau zwischen Burgstall und Uchtdorf wären aktuell für ein Projekt wie dieses möglich.

Ärzte, Kita und Schule in Burgstall

Immerhin sei der Radweg zwischen Burgstall und Uchtdorf auch im Landesradverkehrsplan vorgesehen, erklärt Miehe. Und auch Uchtdorf wünscht sich schon länger die Anbindung an Burgstall, wie dessen Ortsbürgermeister Michael Grupe (parteilos) erklärt.

Nicht nur, dass Arztpraxen, Schule und Kita im Nachbarort auch von Uchtdorfern und weiteren Einwohnern der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte genutzt werden, auch viele durch den Autobahnneubau neu angelegte Feldwege im Bereich Burgstall-Dolle laden inzwischen zu einer Radtour in diese Richtung ein. Die Strecke zwischen beiden Orten ist gute zwei Kilometer lang, etwa ein Viertel der Strecke gehören zur Uchtdorfer Gemarkung, drei Viertel zu Burgstall. Auch der von Ortsbürgermeister Michael Grupe und seiner Familie geplante Ausbau eines Dorfladens in der alten Tangermühle außerhalb von Uchtdorf würde von dem Radweg profitieren.

Rechnen mit mehr Verkehr durch die Autobahn

Außerdem werde mit dem weiteren Ausbau der Autobahn A?14 ein zunehmendes Verkehrsaufkommen zwischen Uchtdorf und Burgstall erwartet und der Radweg wäre auch aus Sicherheitsgründen angebracht, erläutert Uchtdorfs Ortsbürgermeister.

Hinzu kommt für Carsten Miehe auch die historische Verbindung beider Orte, die früher zum Kreis Wolmirstedt gehörten und bis heute zu einem Pfarrbereich gehören, wie Carsten Miehe betont. Für ihn und Grupe ist klar: Lieber gestern als heute sollte der Radweg zwischen den beiden Dörfern gebaut werden, wenn es schon die Chance auf eine 90-prozentige Förderung desselben gibt.

Projekt soll zunächst im Stadtrat vorgestellt werden

Der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte, Andreas Brohm (parteilos), allerdings bremst die Euphorie ein wenig: Bisher sei der Weg in der Haushaltsplanung der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte gar nicht vorgesehen, das Projekt für den Stadtrat quasi ein neues. Eine mögliche Beteiligung der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte müsse also zunächst im Stadtrat besprochen werden.

Für Tangerhütte würde der Eigenanteil für den etwa zwei Kilometer langen Radweg bei rund 20 000 Euro liegen, für Burgstall wären es etwa 40 000 Euro. Carsten Miehe sagt: Bei Fördergeld muss man jetzt schnell sein, aber ohne Tangerhütte geht es eben nicht.“ Die Fördergeldbeantragung würde die Gemeinde Burgstall übernehmen, Tangerhütte wäre über eine Verwaltungsvereinbarung mit im Boot, so die Vorstellungen.