Stendal (vs) l Beziehungsstreitigkeiten endeten für einen 40-jährigen Stendaler in der Nacht zu Donnerstag (18. Februar) im Krankenhaus. Der neue Lebensgefährte seiner ehemaligen Partnerin soll ihm mit einer Brechstange auf den Kopf geschlagen, berichtet die Polizei. Die ehemalige Partnerin schildert die Situation der Volksstimme anders.

Gegen 3 Uhr in der Nacht war der 40-Jährige vor dem Wohnhaus seiner ehemaligen Lebensgefährtin in der Frommhagenstraße aufgetaucht. Über den Balkon soll er dann versucht haben, ihn die Wohnung der Frau und ihres neuen Partners zu gelangen. Das scheiterte allerdings. Der ungebetene Besucher bedrohte dann noch das Paar.

Vorwurf der Brechstange

Die alarmierte Polizei konnte den Mann vor Ort nicht mehr entdecken. Etwas später meldete er sich jedoch selbst bei den Beamten. Er gab an, dass er vom neuen Partner seiner Ex-Frau mit einer Brechstange gegen den Kopf geschlagen worden sei. Der Vorfall soll sich an der Wohnungstür zugetragen haben. Der Geschlagene kam dann mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Die Beamten führten bei dem 40-Jährigen noch einen Atemalkoholtest durch - dieser zeigte 1,55 Promille. Gegen beide Männer wurde am Ende ein Strafverfahren eingeleitet.

Lebensgefährtin äußert sich

"Eine Brechstange hat es nie gegeben", sagt die ehemalige Partnerin des 40-Jährigen der Volksstimme am Telefon. Sie erinnert sich, dass ihr Ex mit seinen Fäusten auf ihr Balkongitter geschlagen hat und sie und ihren Partner bedroht habe. Die Tür habe das Paar aber nie geöffnet. Sie wisse nicht, wie es zu den Verletzungen des 40-Jährigen gekommen sein soll, zumal er nach ihrer Aussage am Donnerstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Sie spricht davon, dass sie kein gutes Verhältnis zu ihrem Ex habe. Er würde regelmäßig Alkohol trinken und sie stalken, sagt die Stendalerin.