Stendal l Trotz all der Querelen um die Impfungen der Polizisten gehen die Immunisierungen der Gruppe mit der höchsten Impfpriorität weiter. Die Volksstimme gibt einen Überblick über das Geschehen.

In wie vielen Pflegeheimen wurde bisher geimpft?
Nein, bisher habe es keine neuen Fälle von der britischen Variante des Coronavirus gegeben, sagte Landrat Patrick Puhlmann (SPD) am Dienstag. „Das ist eine beruhigende Nachricht“, sagte der Landrat. Sämtliche positiven Tests werden vom Landesamt für Verbraucherschutz per Schmelzprobenanalyse auf die Mutation untersucht.

Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung?
Neben dem Produkt von Biontech/Pfizer steht nun auch der Impfstoff von Astrazeneca zur Verfügung. Der wurde am Dienstag in Stendal angeliefert. Dieser Impfstoff darf allerdings nur Erwachsenen verabreicht werden, die nicht älter als 64 Jahre sind. Darum werden die mobilen Teams mit unterschiedlichen Impfstoffen unterwegs sein. Ein „Wahl- und Wunschrecht" zwischen den Impfstoffen gebe es nicht, „das sieht die Impfverordnung eindeutig vor", betonte Sebastian Stoll auf Nachfrage. Solange Astrazeneca-Impfstoff vorrätig ist, bekommen unter 64-Jährige diesen, zum Beispiel das Pflegepersonal. Ist der Vorrat alle und die Empfänger gehören zur Priorität 1, dürfen diese Personen auch mit Biontech/Pfizer-Impfstoff geimpft werden.

Wann startet das dezentrale Impfen in den Gemeinden?
Ein fester Zeitpunkt steht noch nicht fest, weil der Start von der Verfügbarkeit des Impfstoffes abhängt. Sobald davon genug eingetroffen ist, soll es ohne große Zeitverzögerung losgehen. Klar ist, dass in insgesamt neun Orten im Landkreis dezentrale Impfungen vorgenommen werden sollen. Welche das sind und in welchen Örtlichkeiten die Immunisierung über die Bühne geht, ließ die Pressestelle des Landkreises bis gestern unbeantwortet.

Nach Informationen der Volksstimme handelt es sich jedoch unter anderem um Seehausen, Osterburg, Bismark, Tangermünde, Tangerhütte, Havelberg und Arneburg-Goldbeck. In Stendal soll ebenfalls eine Außenstelle aufgemacht werden. Die Stadtverwaltung habe schon nach einem geeigneten Standort gesucht, sagt Stendals Stadtsprecher Armin Fischbach. Dafür kämen zum Beispiel Sporthallen in Frage.

Gab es nach Seehausen weitere Fälle von Mutanten im Landkreis?
Nein, bisher habe es keine neuen Fälle von der britischen Variante des Coronavirus gegeben, sagte Landrat Patrick Puhlmann (SPD) am Dienstag. „Das ist eine beruhigende Nachricht", sagte der Landrat. Sämtliche positiven Tests werden vom Landesamt für Verbraucherschutz per Schmelzprobenanalyse auf die Mutation untersucht.