Auszeichnung

Ehrenamtliche im Mittelpunkt

Über 60 Ehrenamtliche sind von Stadt und Landkreis Stendal sowie vom Landgericht ausgezeichnet worden.

Stendal l Das Stück, das Felix Hünemöller auf der Trompete begleitet von Benjamin Ullrich zum Auftakt der Zeremonie spielte, passte schon sehr gut: "All of me". Denn zumeist geben Ehrenamtliche alles von sich und dafür sollten einige von ihnen am Mittwochabend im Saal 218 des Landgerichtes geehrt werden. Die Hansestadt Stendal, der Landkreis und das Landgericht hatten jeweils Kandidaten ausgewählt, die eine Auszeichnung verdient hatten. Und das aus einer ziemlich großen Menge.
"25?000 der 113?000 Einwohner des Landkreises Stendal sind ehrenamtlich aktiv", schätzte Landrat Carsten Wulfänger (CDU). Und an die Ehrenamtler gerichtet: "Sie bereichern die Gesellschaft unendlich." Der Dank müsse auch den Familien gelten, denn wenn die nicht einverstanden wären, könnten die Ehrenamtlichen nicht ihrer Tätigkeit nachgehen.
Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) meinte, man könne vor dem Ehrenamt nicht oft und tief genug den Hut ziehen. Was würde ohne die freiwilligen Helfer alles nicht funktionieren: die Brandbekämpfung, das Sporttraining für Kinder, das Kümmern um ältere Menschen.
Landgerichtspräsident Frank Böger hatte Helmut Kohl bemüht, der einst gesagt hatte: "Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben, wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar."
Als Festrednerin war Sachsen-Anhalts Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) gewonnen worden. "In der Altmark lebt das bürgerschaftliche und das ehrenamtliche Engagement", stellte sie fest. Oft werde die Frage gestellt, warum dieses Engagement der Staat nicht hauptamtlich übernehme. "Weil er es nicht kann", gab sie die Antwort. Dem Staat fehle allein schon die Vielfalt an Ideen, er könne nur regeln, wenn es zu Missständen käme. Und der Staat würde sich auch schwertun beim Setzen der Prioriäten, wie sollte das Engagement in der Stadt zu dem auf dem Land gewichtet werden? Und noch einmal gab es Lob für die guten Geister aus der Region: "Es ist bewundernswert, wie die Altmark zusammensteht." Mit "Have yourself a merry little Christmas" klang die Veranstaltung aus und stimmte auf das Weihnachtsfest ein.