Was ist SAPV?

Das Kürzel SAPV steht für Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (leidensmindernde medizinische und pflegerische Leistungen, die von der Krankenkasse bezahlt werden).

Sie wird Menschen angeboten, die an einer unheilbaren Krankheit mit besonders schweren Symptomen leiden, die eine besonders aufwendige Versorgung benötigen, deren Leben auf wenige Wochen und Monate begrenzt ist und die zu Hause oder in einer stationären Einrichtung durch ein professionelles Netzwerk betreut werden möchten.

Das Stendaler Hospiz leistet diese Versorgung zusammen mit Medizinern, Pflegediensten und Pflegeheimen, Apotheken, Sanitätshäusern, Physiotherapien und Seelsorgern.

Weitere Information und Kontakt unter:

Telefon 03931/21 83 38, E-Mail info@hospiz-stendal.de. Ansprechpartnerinnen sind Christiane Behrend und Katja Schmidt.

Stendal l Der Einsatzbereich des Stendaler Hospizes ist riesig, die zu fahrenden Distanzen demzufolge ebenso. Insbesondere das Team der SAPV (siehe Infokasten) ist täglich auf weiten Strecken unterwegs, zu kooperierenden Medizinern, zu Pflegeheimen und Sozialstationen, zu den Familien. Autos sind darum eines der wichtigsten Arbeitsmittel, wenn man so will, fünf an der Zahl sind in der Altmark und bis nach Genthin und Oebisfelde im Einsatz. Und eines davon ist nun komplett elektrisch.

Angehörige können Strombuchse nutzen

„Es ist ein Anfang für CO2-gerechte Mobilität“, sagt Hospiz-Geschäftsführer Ulrich Paulsen, „auch wenn es sich dabei erst mal um eine Brückentechnologie handelt.“ Damit das Ganze noch ein wenig ökologischer wird, beziehe das Hospiz für die hauseigene Stromtankstelle in der Wendstraße ausschließlich grünen Strom – wie ohnehin für alle seine Einrichtungen in Stendal und Gardelegen.

„Und demnächst können wir dafür dann auch den Strom unserer Solaranlage auf dem Dach nutzen, den wir bisher ins Netz einspeisen“, blickt Paulsen erfreut voraus. Gerade mal vier Wochen ist das neue Gefährt in Betrieb und schon stehen an die 1000 Kilometer auf dem Zähler. „Aber es fährt sich richtig gut“, zeigt sich Katja Schmidt begeistert, die sich das E-Mobil mit ihrer Kollegin Christiane Behrend teilt. „Erst war ich skeptisch: E-Auto und dann noch Automatik, aber es zu fahren macht Spaß, es ist entspannter.“ Die Leistung sei sofort da, und weil sie nicht mehr schalten und kuppeln muss, könne sie sich auch besser auf Telefonate mit der Freisprechanlage konzentrieren. An die 120 Kilometer pro Tag legen sie oder ihre Kollegin zurück, reichen würde die Ladung für gut 250.

Ladestation am Hospiz

Zurück im Stendaler Hospiz, wird das Auto dann an die hauseigene Ladestation angekoppelt und kann über Nacht wieder auftanken. Wenn der Platz tagsüber frei ist, können nach Absprache auch Angehörige die Strombuchse für ihr E-Mobil nutzen.

Für das Hospiz in der Hansestadt Stendal und die es tragende Stiftung ist diese Investition ein Beitrag dazu, „auf den Klimawandel mit konkreten Schritten zu reagieren und verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen“, so Paulsen.